Drei Finalistinnen im Rennen um den Literaturpreis Alpha 2018

Wien (OTS) - Der Literaturpreis von Casinos Austria und den Büchereien Wien wird zwischen Theodora Bauer, Petra Piuk und Iris Wolff entschieden. Die Preisübergabe findet am 23. Oktober bei der Alpha Literaturgala statt.

Neun Autorinnen und Autoren umfasste die Shortlist für den diesjährigen Literaturpreis Alpha, nach Sichtung der nominierten Werke durch die Alpha Fachjury steht nun das dreiköpfige Finalteilnehmerfeld fest. Theodora Bauer, Petra Piuk und Iris Wolff sind für die Nachfolge von Vorjahressiegerin Marie Luise Lehner nominiert. Damit setzt sich die weibliche Vorherrschaft beim Alpha weiter fort – bereits in den vergangenen drei Jahren schafften es ausschließlich weibliche Schriftstellertalente ins Finale.

Die Wienerin Theodora Bauer ist mit ihrem zweiten Roman „Chikago“ im Rennen um den Literaturpreis. Die US-amerikanische Stadt ist das ersehnte Ziel einer burgenländischen Familie in den 20er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts (die Schreibweise mit k spielt auf eine Siedlung gleichen Namens in Kittsee an). Die Auswanderergeschichte um ein junges Paar und die Schwester der Frau – aus heutiger Sicht klassische „Wirtschaftsflüchtlinge“ – nimmt bereits früh tragische Wendungen. Bauer zeigt in ihrem historisch umfangreich recherchierten Werk eindringlich, wie nah der Traum vom besseren Leben und das Scheitern beieinander liegen.

Geographische Grenzen werden in „Toni und Moni“ von Petra Piuk nicht überschritten, die des moralischen Verhaltens der Erzählfiguren dafür umso mehr. „Anleitung zum Heimatroman“ lautet der Untertitel des Werks, und was sich darin auf rund 200 Seiten abspielt, hat mit ländlicher Idylle rein gar nichts am Hut. Piuk ist eine bösartige und gleichzeitig unterhaltsame Satire gelungen, oft drastisch und makaber, deren Stil Assoziationen zu Elfriede Jelinek, Thomas Bernhard oder Manfred Deix weckt.

Iris Wolff ist mit ihrem dritten Roman „So tun, als ob es regnet“ für den Alpha nominiert. Die Themen Heimat und Migration nehmen auch in ihrem Buch einen zentralen Platz ein. In ihrem Roman in vier Erzählungen schildert Wolff die Entwicklung einer Familie aus Siebenbürgen – der ursprünglichen Herkunft der Autorin – über ein ganzes Jahrhundert, beginnend mit dem 1. Weltkrieg. Das Werk vereint die Genres des Familiendramas und des historischen Romans auf souveräne Weise und erzählt in klarer und dennoch poetischer Sprache vom Leben seiner Protagonisten im Spannungsfeld zwischen Freiheit und Anpassung.

Schriftsteller Paulus Hochgatterer hat wieder den Vorsitz über die Alpha Fachjury. Seinem bewährten Juryteam gehören wie in den vergangenen Jahren „Profil“-Kulturredakteurin Karin Cerny, Musiker und Autor Ernst Molden sowie Christian Jahl, Leiter der Hauptbücherei Wien, an. „Vom Autorentalent zum etablierten Namen im Literaturbetrieb ist es mitunter ein steiniger Weg. Diesen Weg zu ebnen war beim Alpha von Beginn an unser Ziel und ist es bis heute”, hält Casinos Austria Vorstandsdirektor und Alpha-Initiator Dietmar Hoscher fest. Er wird den Preis im Rahmen der feierlichen Literaturgala am 23. Oktober 2018 im Studio 44 überreichen.

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