• 19.09.2018, 12:00:29
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  • OTS0114

Anderl fordert Kostenersatz für Zwischenparken von Beschäftigten in der Arbeitslosigkeit

„Unsitte“ kostet 160 Millionen Euro

Utl.: „Unsitte“ kostet 160 Millionen Euro =

Wien (OTS) - Für AK Präsidentin Renate Anderl „ist es eine Unsitte,
wegen kurzfristiger Auslastungsprobleme ArbeitnehmerInnen zu
kündigen, um sie innerhalb von weniger als zwei Monaten
wiedereinzustellen.“ Arbeitgeber nutzen diese Vorgangsweise in allen
Branchen. Das erhöht mutwillig die Arbeitslosigkeit und die Kosten
dafür. Mit der Abschaffung der Auflösungsabgabe wird es auch
keinerlei finanzielle Anreize mehr für Unternehmen in Richtung
kontinuierlicher Beschäftigung geben. „Hier braucht es mehr Fairness
und das Verursacherprinzip“, fordert Anderl, dass in Zukunft
Arbeitgeber, die diesen Weg nehmen, die dadurch verursachten Kosten
in gleicher Dauer, wie das ArbeitnehmerInnen bei Selbstkündigung tun
müssen: ArbeitnehmerInnen, die selbst gehen, wird das
Arbeitslosengeld nämlich für vier Wochen gesperrt. Wenn Arbeitgeber
für das Zwischenparken die Kosten für vier Wochen Arbeitslosigkeit
übernehmen müssen, könnte die Arbeitslosigkeit um bis zu 10.000 im
Jahresschnitt sinken.

Laut einer Wifo-Studie verursachen Unternehmen mit dem kurzfristigen
Zwischenparken von ArbeitnehmerInnen:
+ eine Erhöhung der Arbeitslosenrate um 0,25 Prozent (bis zu rd
10.000 Arbeitslose im Jahresschnitt)
+ Kosten in der Arbeitslosenversicherung von rd 160 Millionen Euro
+ auf Dauer mehr Arbeitslosigkeit und weniger Beschäftigung für die
Betroffenen, mit all den negativen Folgen für Einkommen und soziale
Absicherung.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AKW

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