Welt-Alzheimertag: „Nicht auf das Thema Demenz vergessen!“

FH Kärnten investiert in Vernetzung und Erforschung neuer Ansätze

Kärnten (OTS) - Demenzerkrankungen zählen zu den größten Herausforderungen für unsere Gesellschaft. So hat sich die Fachhochschule Kärnten, Studiengänge Gesundheits- und Pflegemanagement, diesem Thema stark verschrieben. Mit demenzspezifischer Forschung, Vernetzung und Kooperationen mit der Praxis wird ein wichtiger Beitrag dazu geleistet, ein gutes Leben mit Demenz zu fördern. Mit der Ausschreibung zum 1. Österreichischen Demenzpreis, finanziell unterstützt durch die maierhofer Gruppe, wird Demenzforschung vor den Vorhang geholt. Die Bewerbungsfrist endet am 31. Oktober 2018.  

Demenz wird von der Weltgesundheitsorganisation als Priorität für die öffentliche Gesundheit angesehen. Laut Weltalzheimerbericht 2015 sind weltweit 46.8 Millionen Menschen von Demenz betroffen, bis 2030 wird nahezu eine Verdoppelung erwartet. In Österreich leben laut aktuellen Schätzungen 115.000 bis 130.000 Menschen mit Demenz. Mit der Österreichischen Demenzstrategie „Gut leben mit Demenz“ wurde eine Basis geschaffen, um Handlungsbedarf in den zentralen Bereichen der Demenzversorgung aufzuzeigen und daran zu arbeiten.  

Demenzforschung stellt dabei den Schlüssel zu einer wissenschaftlich fundierten, zielgruppenorientierten Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen dar. Dies zu unterstützen haben sich Eva Mir und Doris Gebhard, Forscherinnen an der FH Kärnten, mit der Gründung der „Kompetenzgruppe Demenz“ der Österreichischen Gesellschaft für Public Health (ÖGPH) zur Aufgabe gemacht. „Mit Demenzexpertinnen und -experten aus ganz Österreich wollen wir zur Sensibilisierung für dieses wichtige Thema beitragen, Demenzforschung in der Öffentlichkeit verständlich kommunizieren, zukünftig zu beschreitende Wege in der Forschung aufzeigen und selbst gehen,“ erklärt Eva Mir, Fachhochschulprofessorin an den Studiengängen Gesundheits- und Pflegemanagement. Die Rahmenbedingungen und Kriterien für die Bewerbung um den „1. Österreichischen Demenzpreis“ finden sich unter http://bit.ly/2pm0zHD , Fragen zur Bewerbung können an Eva Mir gerichtet werden. Die Bewerbungsfrist endet am 31. Oktober 2018, im Anschluss wird eine Fachjury aus Demenzexperten das Siegerprojekt aus allen vollständigen Einreichungen auswählen. Mit der Vergabe des 1. Österreichischen Demenzpreises  inklusive Fachvorträgen zu Gesundheitsförderung und Prävention für Menschen mit Demenz soll eine positive, ressourcenorientierte Sicht auf die Betroffenen forciert werden. Die Verleihung wird im Rahmen des Demenzfachtages „Nicht auf das Thema Demenz vergessen!“ im Frühsommer 2019 in Kärnten stattfinden. 

Demenzforschung in der Praxis: Bewegungsprogramm für Menschen mit Demenz entwickelt

Im Rahmen des mehrfach ausgezeichneten FH Kärnten-Pilotprojekts „Gesundheit in Bewegung 2.0“ wurde bereits ein nachgewiesenermaßen gesundheitswirksames Bewegungsprogramm für Menschen mit Demenz, die in Pflegeheimen leben, entwickelt. Ein kostenloses Trainingsmanual, abrufbar unter https://www.fh-kaernten.at//fileadmin/GiB-Folder_compressed.pdf , macht die Projekterkenntnisse für alle Interessierten, zukünftigen Anwenderinnen und Anwender frei verfügbar. „Unser Bewegungsprogramm stößt auf großes Interesse und Zuspruch. Wir sind auch gerade dabei, Gespräche zu einer weiteren Ausrollung zu führen. So können wir die nachhaltige Verankerung sichern, was mir besonders wichtig ist“, freut sich Projektleiterin Doris Gebhard. Derartiges Wissen weiterzugeben und Demenz als Thema ins öffentliche und fachöffentliche Bewusstsein zu bringen, werden von der Österreichischen Demenzstrategie als zentrale Aufgaben angesehen. Mit dem Fachtag „Nicht auf das Thema Demenz vergessen!“ wird die FH Kärnten im Frühsommer 2019 einen weiteren Beitrag leisten, wichtige Kooperationspartner wie das Land Kärnten wurden dafür bereits gewonnen.  „Menschen mit Demenz werden in unserer Gesellschaft sehr negativ gesehen, in Wirklichkeit haben sie aber viele ungeahnte Potenziale, die Gefahr laufen, übersehen zu werden. Hier braucht es ein Umdenken und das wollen wir mitbewirken“, zeigen Eva Mir und Doris Gebhard tatkräftig auf.

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Professur für Angewandte Sozialwissenschaften - Studiengänge Gesundheits- und Pflegemanagement
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