• 18.09.2018, 12:54:31
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  • OTS0139

ÖVP Kärnten legt Maßnahmen-Paket gegen Drogen vor

Gf. Landesparteiobmann Gruber und Clubobmann Malle eröffnen Kampf gegen Drogenproblem: Zwölf Maßnahmen für Prävention, Therapie und Polizei.

Utl.: Gf. Landesparteiobmann Gruber und Clubobmann Malle eröffnen
Kampf gegen Drogenproblem: Zwölf Maßnahmen für Prävention,
Therapie und Polizei. =

Klagenfurt (OTS) - – „In der Drogenproblematik ist es höchste Zeit zu
handeln“, sagt Martin Gruber, geschäftsführender Obmann der Kärntner
Volkspartei. Bereits 17 meist sehr junge Drogenopfer machen aus dem
Jahr 2018 ein trauriges Rekordjahr. „Jeder tragische Todesfall ist
einer zu viel.“ Außerdem gehe es um jeden jungen Menschen, der in
eine Drogensucht rutscht und sich dadurch womöglich sein Leben
verbaut. „
„Es ist weder erklär- noch tragbar, dass wir junge Menschen an Drogen
verlieren“, so Gruber. „Dem Problem entgegenzuwirken, ist eine der
Hauptaufgaben des Landes. Es geht um die Zukunft unserer Kinder und
unserer Gesellschaft.“

Deshalb hat sich die Kärntner Volkspartei in den letzten Wochen
intensiv mit der Problematik beschäftigt und in zahlreichen
Hintergrundgesprächen ein umfassendes Maßnahmenpaket für den Kampf
gegen das Drogenproblem geschnürt. Gf. Landesparteiobmann Martin
Gruber und Clubobmann Markus Malle legen dies gemeinsam vor. „Die
zwölf Maßnahmen wirken auf allen Ebenen und in allen Bereichen – von
Prävention über die Betreuung Abhängiger bis zu Strafverfolgung“, so
Malle.

Das deklarierte Ziel Malles: „Wir müssen den Dealern die Kunden
wegnehmen.“ Alle Verantwortungsträger müssen dazu beitragen, dass
junge Menschen erst gar nicht zu Drogen greifen. Gruber ergänzt: „Die
Zeit des Wegschauens ist vorbei!“ Deshalb setzen einige der Maßnahmen
sehr früh an: Verpflichtende Aufklärungskampagne in
Bildungseinrichtungen sowie eine Informationsbroschüre für Eltern und
Angehörige. „Wir müssen junge Kärntnerinnen und Kärntner bereits ab
der fünften Schulstufe erreichen“, ist Malle überzeugt, „und Eltern
sollen über Gefahren bescheid wissen und Signale möglichst früh
erkennen.“ Eine Drogen-Hotline soll Angehörigen und Freunden mit
Beratung zur Seite stehen. Malle: „Wir brauchen die sofortige
Einrichtung der Hotline.“

„Das Gift darf nicht zu den Kärntner Jugendlichen gelangen“, sagt
Gruber ganz klar.
Deshalb sei es entscheidend, der Polizei Werkzeuge in die Hand zu
geben, die Verbreitung von Drogen zu bekämpfen. Er spricht sich klar
für Planquadrate an Hotspots aus. „Wir dürfen keine Rücksicht darauf
nehmen, auch, wenn diese in der Nähe von Schulen liegen“, sagt Gruber
klar. Schwerpunkt-Aktionen in Kooperation mit der Finanzpolizei
sollen im Internet bestellte Suchtmittel in Paketverteilerzentren
abfangen.

Die tragischen Fälle des heurigen Jahres zeigen: „Drogen sind längst
kein Problem des Zentralraums mehr – alle Regionen Kärntens sind
betroffen“, so Gruber. Polizisten müssen bei einem Verdacht gesichert
einen Drogentest anordnen können. „Deshalb ist für lückenlose
Verfügbarkeit von Amtsärzten zu sorgen – zeitlich und auch örtlich“,
fordert Gruber.

In der Verfolgung von Suchtmittel-Delikten zeigen sich Gruber und
Malle kompromisslos. Gruber: „Kein Kokettieren mit der Freigabe von
weichen Drogen. Von der Volkspartei wird es da keine Wackeln und kein
Weichen geben.“ Sie mahnen härtere Strafen für Dealer ein. „Wer das
Gift zu unseren Jugendlichen trägt, muss die Konsequenzen spüren“,
sagen sie. Für eine effektive Strafverfolgung soll die Aufmerksamkeit
auf Drogen bei Grenzkontrollen, Ausgleichsmaßnahmen und auch
Verkehrskontrollen erhöht werden. Martin Gruber ist im Austausch mit
dem Justizminister, ob man auch bei der Bestrafung von Konsumenten
einen Schritt weiter gehen kann. Vor allem: „Den derzeitigen
Gesetzesrahmen müssen wir vollständig ausschöpfen.“

Gruber und Malle sind sich bewusst: „Kärntens Drogenproblem ist nicht
von gestern auf heute entstanden; ebenso wenig ist es von heute auf
morgen zu lösen.“ Deshalb appellieren sie an alle
Verantwortungsträger, ihren Beitrag zu leisten – und das konsequent
und dauerhaft. „Wenn wir uns gemeinsam auf allen Ebenen gegen das
Drogenproblem stemmen, bekommen wir es nachhaltig in den Griff“,
sind sie überzeugt.

Maßnahmen-Katalog gegen Drogenmissbrauch:

1.Saubere Schulen: Verpflichtende flächendeckende Aufklärungskampagne
an allen Bildungseinrichtungen
2.Erhöhung des Mitarbeiterstandes in der Suchtpräventionsstelle des
Landes
3.Evaluierung des Ersatzprogramms und der Arbeit von Drogenambulanzen
4.Drogen-Hotline – auch für Angehörige und Freunde
5.Informationsbroschüre und Vorträge für Eltern und Angehörige
6.Schwerpunkt-Aktionen mit der Finanzpolizei in
Paketverteiler-Zentren
7.Schwerpunkt-Aktionen der Polizei in Asylunterkünften
8.Planquadrate der Polizei an bekannten Hotspots (auch, wenn es sich
um Schulen handelt)
9.Erhöhte Aufmerksamkeit auf Drogenkonsum bei Grenzkontrollen,
Ausgleichsmaßnahmen, Verkehrskontrollen und an Hotspots
10.Örtlich und zeitlich Lückenlose Verfügbarkeit von Amtsärzten
11.Wer Hanf sät, wird Hasch ernten: Verkaufs-Verbot von Hanfpflanzen
& Samen
12.Härtere Strafen für Dealer

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