• 18.09.2018, 12:48:28
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  • OTS0134

„Urwald der Alpen – Wildnisgebiet Dürrenstein“

Ein „Erlebnis Österreich“ am Sonntag, 23. September 2018 um 16.25 Uhr in ORF 2

Utl.: Ein „Erlebnis Österreich“
am Sonntag, 23. September 2018 um 16.25 Uhr in ORF 2 =

St. Pölten (OTS) -

Seit dem Vorjahr ist das Wildnisgebiet Dürrenstein in den
Ybbstaler Alpen Österreichs erstes UNESCO-Weltnaturerbe – eine
einzigartige Landschaft mit dem größten Urwaldrest des Alpenbogens,
dem Urwald Rothwald. Hier leben und gedeihen Fauna und Flora
weitestgehend ohne menschlichen Eingriff.

Ein „Erlebnis Österreich“ aus dem ORF Landesstudio
Niederösterreich (Gestaltung: Andi Leitner) zeigt in spektakulären
Bildern die Schönheit dieses Gebietes im südwestlichen
Niederösterreich. Unberührte Wälder und gefährdete Lebewesen bleiben
hier ungestört; die Natur wird in ihrer Vielfalt auch für kommende
Generationen erhalten.

Um die Naturlandschaft nachhaltig zu schützen, ist Wanderern der
Zutritt nur im Rahmen von geführten Exkursionen bzw. auf einigen
wenigen freigegebenen Wegen erlaubt. Ein neues, in Lunz am See
entstehendes „Haus der Wildnis“ wird aber schon bald allen
Interessierten tiefe Einblicke in das Wildnisgebiet geben. Dieses
Weltnaturerbe-Zentrum, dessen Pläne der TV-Film vorstellt, soll den
besonderen Wert der Region dokumentieren und Ausgangspunkt für
bewusstes Naturerleben in Niederösterreich sein.

Im „Erlebnis Österreich“ werden aber auch verschiedene
wissenschaftliche Projekte im Wildnisgebiet vorgestellt. Dabei stehen
oft die Folgen des Klimawandels für Fauna und Flora im Blickpunkt:

*So werden in einem dreijährigen Programm die geänderten
Bedingungen für das Alpenschneehuhn erforscht. Sein Lebensraum –
offene Flächen wie Wiesen und Matten – wird durch den stetigen
Anstieg der Baumgrenze im alpinen Raum eingeschränkt.

*Untersucht wird auch der Lebensraum der bis zu 100
Schnecken-Arten im Wildnisgebiet Dürrenstein. Aufgrund ihrer jeweils
lokalen Vorkommen gelten sie als starkes Indiz für
Umweltveränderungen.

*Bereits seit dem Jahr 2009 läuft ein Projekt zur
Wiederansiedelung einer speziellen Eulen-Art: Der Habichtkauz galt
als Folge stark veränderter Lebensbedingungen und gezielter
Verfolgung in Österreich bereits als ausgestorben.

Bisher wurden 70 Tiere ins Wildnisgebiet Dürrenstein und das
umgebende Natura 2000-Gebiet Ötscher-Dürrenstein gebracht und
freigelassen. Die Käuze sind mit einem Sender ausgestattet – so
können ihre Reviere bzw. Streifgebiete erfasst und ihr langfristiges
Verhalten analysiert werden.

*Geforscht wird im Wildnisgebiet auch über den Borkenkäfer. Der
ist in der ökonomisch orientierten Forstwirtschaft als bedeutender
Schädling gefürchtet und wird deshalb mit großem Aufwand bekämpft.

Im Wildnisgebiet hingegen ist er Partner und natürlicher Teil des
Ökosystems. Der Käfer trägt hier u.a. maßgeblich zur beschleunigten
Umwandlung der sekundären Fichtenbestände in standorttypische
Mischbestände bei.

*Schließlich wird auch dokumentiert, wie behutsame, zeitlich und
räumlich klar definierte Management-Maßnahmen den ursprünglichen,
natürlichen Bestand der Waldflächen langfristig schützen und fördern.

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