• 18.09.2018, 12:03:14
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  • OTS0118

GRÜNE OÖ: Mayr: Tempo bei Klimazerstörung und Bremse bei Öffi Ausbau? Bundesregierung muss Hofers Klima-Irrfahrt stoppen

Straßenverkehr schon jetzt Hauptverursacher von CO2-Emmissionen – Geschwindigkeit ist gefragt, Herr Minister! Allerdings nicht bei der Klimazerstörung, sondern beim Öffi-Ausbau!

Utl.: Straßenverkehr schon jetzt Hauptverursacher von
CO2-Emmissionen – Geschwindigkeit ist gefragt, Herr Minister!
Allerdings nicht bei der Klimazerstörung, sondern beim
Öffi-Ausbau! =

Linz (OTS) - Während ein weiterer Rekordsommer vorübergeht und die
Folgen der Klimakrise immer sichtbarer werden, treffen sich die
EU-EnergieministerInnen in Linz, um über den Ausstieg aus fossilen
Energieträgern zu beraten. Das alles scheint aber an Verkehrsminister
Hofer völlig spurlos vorüberzugehen.

„Im völligen Widerspruch zu allen EU-Zielen, zum Pariser
Klimaabkommen und zur österreichischen Klimastrategie will Minister
Hofer einen noch höheren CO2-Ausstoß auf den österreichischen
Autobahnen ermöglichen und betreibt damit eine Politik, die nicht
weiter an den Fakten vorbeigehen könnte“, kommentiert Severin Mayr,
Verkehrssprecher der Grünen OÖ, die neuesten
Geschwindigkeitsphantasien des Verkehrsministers.

In Österreich ist der Verkehr schon jetzt Hauptverursacher von
CO2-Emmissionen. Die CO2-Emmissionen sind im EU-Vergleich in
Österreich am dritthöchsten und liegen 50 Prozent über dem
EU-Schnitt! Nur Luxemburg und Slowenien stehen noch schlechter da.

10 Prozent mehr CO2 bei Tempo 140!
Nun will Hofer Tempo 140 auf den Autobahnen und wartet dafür nicht
einmal die Ergebnisse seiner selbst verordneten Teststrecken ab.
Selbst Fakten scheinen ihn bei seinem Vorhaben nicht zu stören. Laut
VCÖ würden bei einem Tempo von 140 im Vergleich zu Tempo 130 die
CO2-Emissionen um zehn Prozent steigen.

„Hofers Ideen widersprechen sogar den Zielen der Bundesregierung, die
er vor wenigen Monaten noch selbst stolz präsentiert hat.
Umweltministerin Köstinger wäre gut beraten, den Verkehrsminister zu
stoppen und ihn an die Klimastrategie der Bundesregierung zu
erinnern!“ Ziel der Bundesregierung wäre es nämlich, die
CO2-Emissionen des Straßenverkehrs um ein Drittel zu senken. Eine
Umsetzung dieser Pläne rückt mit Hofers Politik immer weiter in die
Ferne“.

Mehr Tempo beim Öffi-Ausbau – das wäre das Konzept des 21.
Jahrhunderts!

Während Hofer also seine Geschwindigkeitsphantasien auslebt, vergisst
er, seine Hausaufgaben zu machen. So wartet Oberösterreich weiterhin
auf die Zusagen für die Mitfinanzierung der wichtigen Öffi-Projekte
wie Mühlkreisbahn, zweite Schienenachse in Linz oder Regiotram nach
Gallneukirchen und Pregarten.

„Ohne Mitfinanzierung des Bundes drohen die wichtigen Öffi-Projekte
in Oberösterreich zu scheitern“, warnt Mayr. „Geschwindigkeit ist
gefragt, Herr Minister! Allerdings nicht bei der Klimazerstörung,
sondern beim Öffi-Ausbau“, fordert Mayr.

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