A1-Personalvertretung richtet Offenen Brief an Arnoldner und Grausam

Wien (OTS) - Die Personalvertretung der A1 Telekom Austria wendet sich in einem Offenen Brief an den CEO der Telekom Austria AG, Thomas Arnoldner und an den CEO der A1 Telekom Austria, Marcus Grausam. Hintergrund: Es verdichten sich die Anzeichen, dass das Management im Zuge der Digitalisierung einen massiven Personalabbau plant. Die Personalvertretung ist alarmiert und fordert von Arnoldner klare Worte sowie ein deutliches Bekenntnis zur nachhaltigen Führung des österreichischen Schlüsselunternehmens. Andernfalls stünden Maßnahmen ins Haus, so Werner Luksch, Betriebsratschef der A1 Telekom Austria.

Der Offene Brief im Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Arnoldner!
Sehr geehrter Herr Grausam!

Mit großer Besorgnis stellen wir fest, dass vom Management offensichtlich unter dem Vorwand der Digitalisierung ein massiver Jobabbau geplant ist. In den vergangenen Tagen haben sich die Anzeichen verdichtet, dass sogar jeder zweite der rund 12.000 Beschäftigten im Unternehmen den Job verlieren könnte. Diese Signale sorgen für massive Verunsicherung in der Belegschaft – sowohl bei den Jungen, die eine Perspektive brauchen, als auch bei den langjährigen Kolleginnen und Kollegen mit ihrem reichen Wissensschatz. In der Personalvertretung läuten die Alarmglocken. Wir fordern angesichts der kursierenden Gerüchte Klarheit von Ihnen!

Wir erwarten uns von Ihnen klare Antworten auf folgende fünf existenzielle Fragen:

  1. Stimmt es, dass in der A1 Telekom Austria AG bis zur Hälfte der Arbeitsplätze abgebaut werden könnten?
  2. Stimmt es, dass Sie planen, Tätigkeiten in den Bereichen Technik und Service outzusourcen, um so Stammpersonal einzusparen?
  3. Wird die A1 Telekom Austria AG weiterhin als das geführt, was sie ist: der wichtigste Telekom-Anbieter Österreichs, der Verantwortung trägt für die Infrastruktur des gesamten Landes und Schlüsselfaktor für die heimische Volkswirtschaft ist? Oder heißt Ihr neuer Kurs ‚Profitmaximierung um jeden Preis und auf Kosten von tausenden Arbeitsplätzen‘?
  4. Sollen auch in Zukunft die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter so arbeiten können, dass der Kunde im Mittelpunkt steht? Oder werden Sie den Druck auf das Personal weiter erhöhen und damit sowohl deren Gesundheit als auch unsere guten Kundenbeziehungen aufs Spiel setzen?
  5. Bereiten Sie im Auftrag der Bundesregierung bereits weitere Schritte zum Ausverkauf des Unternehmens vor oder unterstützen Sie unsere Forderungen nach einer Wiederaufstockung der Staatsanteile, damit in der Telekom Austria wieder strategische Weitsicht statt kurzfristige Gewinnmaximierung die Überhand gewinnen?

Es geht um das Schicksal unserer Kolleginnen und Kollegen. Es geht um die Zukunft eines Schlüsselunternehmens mit rund 12.000 Beschäftigten und zehntausenden indirekten Arbeitsplätzen. Es geht um die Versorgung von 8,7 Millionen Österreicherinnen und Österreicher. Wir erwarten uns daher klare Antworten auf diese existenziellen Fragen.

In Zeiten wie diesen braucht es eine starke Personalvertretung. Rechnen Sie mit dieser!“

Freundliche Grüße,
Werner Luksch, Vorsitzender Zentralausschuss

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