SPÖ: Suchtprävention: Offene Ausschusssitzung geplant

Prettner, Rohrer: Öffentliche Diskussion mit Experten über Drogenthematik angestrebt. Schulterschluss auf allen Ebenen gefordert.

Klagenfurt (OTS) - „Die Drogenproblematik ist eine komplexe Querschnittsmaterie – sie umfasst Aspekte der Prävention und Vorsorge, der medizinischen Therapie, des Strafrechts bis hin zu Fragen der personellen Ausstattung der Exekutive. Um der Drogenproblematik effektiv entgegentreten zu können, braucht es deshalb einen Schulterschluss auf allen Ebenen und zwischen allen Parteien“, verdeutlichen heute LH-Stv.in Beate Prettner und SPÖ-Gesundheitssprecherin SPÖ-LAbg. Waltraud Rohrer.

„Wir wollen zusätzlich zu den bestehenden Initiativen den Landtag als Thinktank aktivieren, der eine offene Sitzung des Gesundheitssausschusses beantragen wird. Als Auskunftspersonen sollen internationale anerkannte Fachleute und Experten geladen werden, mit denen über die Weiterentwicklung einer ganzheitlichen Strategie diskutiert werden soll“, erläutert Rohrer, selbst Vorsitzende des Gesundheitsausschusses, die heute den entsprechenden Antrag im Ausschuss einbringen wird.

Eingeladen werden sollen unter anderem:
Prof. Dr. Dr. Dr. Felix Tretter von der Bayerischen Akademie für Suchtfragen
Prim. Dr. Wolfgang Wladika von der Abteilung für Neurologie und Psychiatrie des Kindes- und Jugendalters (Klinikum Klagenfurt)
Prim. Mag. Dr. Herwig Oberlerchner von der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie (Klinikum Klagenfurt)
Dr.in Barbara Drobesch – Binter von der Unterabteilung Suchtkoordination und Suchtprävention Land Kärnten
Göttlieb Türk von der Kripo Kärnten
Prim. Dr.in Christa Rados, Abteilungsvorstand Psychiatrie und psychotherapeutische Medizin (LKH Villach)
Primaria Dr.in Renate Clemens-Marinschek (Ärztliche Leiterin Diakonie de La Tour)

„Ziel ist es, durch neue Anreize das umfassende und breit aufgestellte Maßnahmenpaket des Landes Kärnten stetig zu aktualisieren und laufend den aktuellen Gegebenheiten anzupassen“, so Prettner, die auf bereits gesetzte Schritte wie den Ausbau der Drogenambulanz neu in Klagenfurt verweist, die nun Platz für 700 Betroffene bietet. Personell aufgestockt wurde die Drogenambulanz in Villach. Sie soll nun weiter ausgebaut und an einen größeren Standort verlegt werden.
Besonderes Augenmerk liegt auch auf der Prävention: Neu eingerichtet wird eine Beratungsstelle in Feldkirchen. Zudem konnte die Suchtprävention des Landes Kärnten weiter verstärkt werden (Suchtpräventionskonzept mit eigenem Suchtkoordinator).
Durch die Landesregierung wurde am 11. September eine Resolution verabschiedet, in der eine Verschärfung des Suchtmittelgesetzes durch die Bundesregierung gefordert wird.

„Hart gegen die Drogen, hart gegen die Dealer – aber volle Unterstützung für suchtkranke Menschen, die effektive Therapieangebote brauchen, um wieder ins Leben zurückzufinden. Hinter jedem kranken Menschen stehen schließlich eine Geschichte, ein Schicksal und betroffene Familienmitglieder. Folglich ist die Drogenproblematik das denkbar schlechteste Thema für marktschreierische Politik, vielmehr braucht es einen seriösen, sachlichen Zugang“, sagen Prettner und Rohrer.

„Ich gehe von einem einstimmigen Beschluss für dieses Vorgehen in der heutigen Ausschusssitzung aus“, schließt Rohrer.

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