SOS Mitmensch: Stellungnahme von Herrn Keyl ist unglaubwürdig

Nähe zu ewiggestrigem Gedankengut ist belegt und klarer Ausschlussgrund für Richterposten

Wien (OTS) - SOS Mitmensch hält fest, dass die Stellungnahme von Herrn Keyl zu den schwerwiegenden Vorwürfen, die gegen ihn erhoben werden, unglaubwürdig und teilweise eine schlichte Themenverfehlung sei. Die skandalösen Aussagen Keyls über den Widerstandshelden Franz Jägerstätter seien dokumentiert und unbestritten, ebenso das Agitieren Keyls in der rechtsextremen und mit Neonazis sympathisierenden „Aula" gegen das Eingeständnis einer Mitschuld Österreichs an den NS-Verbrechen. Darüber hinaus sitze der Neonazi Küssel derzeit im Gefängnis und es sei daher wenig verwunderlich, dass Herr Keyl, wie er sagt, derzeit „keinerlei Kontakt zu ihm hat". Es gehe vielmehr um frühere enge Kontakte der Familie Keyl zu Küssel, so SOS Mitmensch. Und das von „Profil" veröffentlichte Foto, auf dem das Ehepaar Keyl zu sehen sei und Frau Keyl den Gruß des Neonazi-Anführers Kühnen zeige, sei eindeutig und unwidersprochen, so SOS Mitmensch. 

„Die Nähe von Herrn Keyl zu ewiggestrigem Gedankengut ist belegt und sollte ein klarer Ausschlussgrund für einen Richterposten sein. Die darüber hinaus kolportierte Nähe der Familie Keyl zum Neonazi Küssel und das Foto des Ehepaars Keyl mit dem von vielen Neonazis verwendeten Dreifinger-Gruß sind schockierend und machen fassungslos“, betont Alexander Pollak, Sprecher von SOS Mitmensch.  

SOS Mitmensch appelliert an Bundespräsident Alexander Van der Bellen, zum Schutz unseres Rechtsstaates und zur Verteidigung von antifaschistischen Werten einzuschreiten und die Ernennung von Keyl zum Richter zu verhindern.

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