Rektoratswahl an der Kunstuni Graz verkommt zum Stellvertreterkrieg

Die ÖH-KUG sieht das Wohl der Studierenden gefährdet

Graz (OTS) - Die Hochschüler_innenschaft an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz (ÖH-KUG) ortet im Verlauf des Verfahrens der Wahl einer Rektorin oder eines Rektors der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz eine zunehmende Gefährdung der Interessen der Studierenden. Wie diversen Zeitungsmeldungen zu entnehmen war, läuft derzeit über den Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen (AKG) der Universität ein Beschwerdeverfahren.

„Das Wahlverfahren entwickelt sich langsam aber sicher zu einer Farce“, bringt es Simon Kintopp vom Vorsitzteam der ÖH-KUG auf den Punkt. „Dieser für alle sichtbar geführte Stellvertreterkrieg geht natürlich zulasten der Studierenden. Wir verzeichnen jetzt schon massive Verschleppungen im Tagesgeschäft. So ist es aufgrund der momentanen Vorgänge laut Meldungen des ORF’s scheinbar nicht möglich, eine Nachfolgelösung für den § 92 UG zu finden. Die Universität stellt sich hier selbst ein Armutszeugnis aus“, so Kintopp weiter. „Erschwerend hinzu kommt, dass der Vorsitzende des AKG nun auch die Nominierung unseres Mitglieds blockieren und die Weitergabe von Informationen zurückhalten will. Er degradiert sich zum Steigbügelhalter geringerer Ziele anderer. Die Zukunft der Universität darf nicht zugunsten der Befriedigung persönlicher Befindlichkeiten riskiert werden“, stellt Kintopp entschlossen fest.

Die ÖH-KUG wird sich dafür einsetzen, dass das laufende Verfahren in rechtlich korrekte Bahnen gelenkt wird und so zu einem sauberen Ende kommen kann. Dafür wird es notwendig sein, die Rechte der Studierenden im AKG einzufordern. „Um dies umsetzen zu können, schließen wir die Einleitung von Beschwerdeverfahren bei den universitären Leitungsorganen beziehungsweise dem Ministerium nicht aus, wenngleich uns eine diplomatische Lösung selbstredend lieber wäre“, erläutert Kintopp. „Was der AKG durch das Blockieren demokratisch zustande gekommener Beschlüsse zu verschleiern sucht, ist uns nicht klar, aber wir bleiben jedenfalls an der Sache dran“, so der Vorsitzende abschließend.

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