Stellungnahme der Initiative für ein diskriminierungsfreies Bildungswesen (IDB) zur Debatte „Kulturkampf im Klassenzimmer“

Die IDB fordert anstelle eines "Kulturkampfes" die lückenlose Umsetzung der europäischen Menschen- und Kinderrechtskonvention im Klassenzimmer und eine Professionalisierung des Lehrkörpers

Wien (OTS) - Mit großer Sorge nehmen wir die Debatte zu einem angeblichen „Kulturkampf im Klassenzimmer“ wahr, die unweigerlich dazu führen wird, dass Fälle von Diskriminierung im Bildungsbereich noch weiter zunehmen werden, als bisher*. Das halten wir für ethisch nicht vertretbar. Interreligiöse und interkulturelle Konflikte zwischen Schüler_innen und Lehrer_innen entstehen nachweislich vor allem dort, wo sich Schüler_innen in ihrer Diversität nicht in der Lehrer_innenschaft wiederfinden. Zur Verbesserung des Schulklimas für alle Beteiligten, sowie zur Etablierung einer diskriminierungsfreien Schule fordern wir BM Faßmann auf, im Rahmen der von ihm geplanten Studie auch Daten zur Zusammensetzung der Lehrer_innenschaft zu erheben. Außerdem empfiehlt die IDB, dass gezielt Lehrer_innen mit mehrsprachigen, interkulturellen und interreligiösen Kompetenzen eingestellt werden. Sie können mit ihrer Expertise Konflikten in einem diversen Setting professionell begegnen. Weitere Empfehlungen finden Sie in unserem 10-Punkte-Plan.

*Jahresbericht der IDB: „Diskriminierung im österreichischen Bildungswesen 2017“, zu finden unter: www.diskriminierungsfrei.at/jahresberichte

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