SOS Mitmensch: „Integration von Anfang an“ ist tot

Populismus und Menschenfeindlichkeit übertrumpfen integrationspolitische Vernunft

Wien (OTS) - „Der Integrationsbericht 2018 fällt weit hinter die Berichte früherer Jahre zurück. Das Prinzip ‚Integration von Anfang an“, das vom früheren Integrationsminister Sebastian Kurz vertreten wurde, scheint tot zu sein“, kommentiert Alexander Pollak, Sprecher von SOS Mitmensch, die Präsentation des Integrationsberichts.  

Laut Pollak finde derzeit ein Kahlschlag in der Integration statt, angefangen von der Kürzung von Deutschkursen über die Streichung des Integrationsjahres bis hin zu Ausbildungsverboten für junge Menschen. „Das Gegeneinander-Ausspielen von Menschen ist zum dominanten Prinzip dieser Bundesregierung geworden und überschattet die Integrationspolitik genauso wie die Sozialpolitik. Populismus und Menschenfeindlichkeit übertrumpfen immer öfter integrationspolitische Vernunft. Der Integrationsbericht 2018 hat dieser Entwicklung nahezu nichts entgegenzusetzen“, ist Pollak enttäuscht, und er verweist darauf, dass viele der Maßnahmen der jetzigen Bundesregierung in klarem Widerspruch zu den Vorschlägen stehen, die Bildungsminister Faßmann in seiner früheren Funktion als Integrationsexperte vertreten hat.

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