- 13.09.2018, 12:57:45
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„dokFilm“-Premiere „The Cleaners – Im Schatten der Netzwelt“ am 16. September in ORF 2
Bewegender Dokumentarfilm über Onlinezensur auf Social Media und die traumatisierende Arbeit der „Saubermacher“
Utl.: Bewegender Dokumentarfilm über Onlinezensur auf Social Media
und die traumatisierende Arbeit der „Saubermacher“ =
Wien (OTS) - Wer entscheidet darüber, welche Inhalte wir in den
sozialen Netzwerken sehen dürfen und welche nicht? Wer trifft die
komplexen Entscheidungen über Zensur und Sichtbarkeit von Fotos oder
Videos? Welche globalen Auswirkungen hat Onlinezensur? Und: Wie
sozial sind Social Media?
Diese und andere Fragen stellt der Dokumentarfilm „The Cleaners“ von
Hans Block und Moritz Riesewieck und enthüllt dabei eine gigantische
Schattenindustrie digitaler Zensur in Manila, dem weltweit größten
Outsourcing-Standort für Content-Moderation. Er zeigt den
traumatisierenden Arbeitsalltag sogenannter „Content-Moderatorinnen
und -Moderatoren“ und gewährt Einblicke in die Funktionsweisen und
Mechanismen von sozialen Netzwerken. Die internationale Produktion,
die mit Beteiligung des ORF entstand, ist im ORF erstmals am Sonntag,
dem 16. September 2018, im Rahmen von „dokFilm“ um 23.05 Uhr in ORF 2
zu sehen.
Mehr zum Inhalt:
In Manila löschen Zehntausende Menschen in Zehn-Stunden-Schichten im
Auftrag der großen Silicon-Valley-Konzerne belastende Fotos und
Videos von Facebook, YouTube, Twitter und Co. Komplexe Entscheidungen
über Zensur oder Sichtbarkeit von Inhalten werden so an die
„Content-Moderatoren“ outgesourct. Die Kriterien und Vorgaben, nach
denen sie agieren, ist eines der am besten geschützten Geheimnisse
des Silicon Valley. Die Grausamkeit und die kontinuierliche Belastung
dieser traumatisierenden Arbeit verändern die Wahrnehmung und
Persönlichkeit der Content-Moderatoren. Doch damit nicht genug. Ihnen
ist es verboten, über ihre Erfahrungen zu sprechen.
Parallel zu den Geschichten von fünf Content-Moderatoren erzählt der
Film von den globalen Auswirkungen der Onlinezensur und zeigt, wie
Fake News und Hass durch die sozialen Netzwerke verbreitet und
verstärkt werden.
Die utopische Vision einer vernetzten globalen Internetgemeinde wird
endgültig zum Alptraum, wenn hochrangige ehemalige Mitarbeiter der
sozialen Netzwerke Einblicke in die Funktionsweisen und Mechanismen
der Plattformen geben. Durch gezielte Verstärkung und
Vervielfältigung jeglicher Art von Emotionen, werden die Plattformen
zu gefährlichen Brandbeschleunigern, die soziale, politische und
gesellschaftliche Konflikte anheizen und die drohende Spaltung
unserer Gesellschaft vorantreiben.
Die Regisseure Hans Block und Moritz Riesewieck erzählen in ihrem
Debütfilm vom Platzen des utopischen Traums der sozialen Medien und
stellen die drängende Frage nach den Grenzen des Einflusses von
Facebook, YouTube, Twitter und Co. auf uns und unsere Gesellschaften.
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