„dokFilm“-Premiere „The Cleaners – Im Schatten der Netzwelt“ am 16. September in ORF 2

Bewegender Dokumentarfilm über Onlinezensur auf Social Media und die traumatisierende Arbeit der „Saubermacher“

Wien (OTS) - Wer entscheidet darüber, welche Inhalte wir in den sozialen Netzwerken sehen dürfen und welche nicht? Wer trifft die komplexen Entscheidungen über Zensur und Sichtbarkeit von Fotos oder Videos? Welche globalen Auswirkungen hat Onlinezensur? Und: Wie sozial sind Social Media?
Diese und andere Fragen stellt der Dokumentarfilm „The Cleaners“ von Hans Block und Moritz Riesewieck und enthüllt dabei eine gigantische Schattenindustrie digitaler Zensur in Manila, dem weltweit größten Outsourcing-Standort für Content-Moderation. Er zeigt den traumatisierenden Arbeitsalltag sogenannter „Content-Moderatorinnen und -Moderatoren“ und gewährt Einblicke in die Funktionsweisen und Mechanismen von sozialen Netzwerken. Die internationale Produktion, die mit Beteiligung des ORF entstand, ist im ORF erstmals am Sonntag, dem 16. September 2018, im Rahmen von „dokFilm“ um 23.05 Uhr in ORF 2 zu sehen.

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In Manila löschen Zehntausende Menschen in Zehn-Stunden-Schichten im Auftrag der großen Silicon-Valley-Konzerne belastende Fotos und Videos von Facebook, YouTube, Twitter und Co. Komplexe Entscheidungen über Zensur oder Sichtbarkeit von Inhalten werden so an die „Content-Moderatoren“ outgesourct. Die Kriterien und Vorgaben, nach denen sie agieren, ist eines der am besten geschützten Geheimnisse des Silicon Valley. Die Grausamkeit und die kontinuierliche Belastung dieser traumatisierenden Arbeit verändern die Wahrnehmung und Persönlichkeit der Content-Moderatoren. Doch damit nicht genug. Ihnen ist es verboten, über ihre Erfahrungen zu sprechen.

Parallel zu den Geschichten von fünf Content-Moderatoren erzählt der Film von den globalen Auswirkungen der Onlinezensur und zeigt, wie Fake News und Hass durch die sozialen Netzwerke verbreitet und verstärkt werden.

Die utopische Vision einer vernetzten globalen Internetgemeinde wird endgültig zum Alptraum, wenn hochrangige ehemalige Mitarbeiter der sozialen Netzwerke Einblicke in die Funktionsweisen und Mechanismen der Plattformen geben. Durch gezielte Verstärkung und Vervielfältigung jeglicher Art von Emotionen, werden die Plattformen zu gefährlichen Brandbeschleunigern, die soziale, politische und gesellschaftliche Konflikte anheizen und die drohende Spaltung unserer Gesellschaft vorantreiben.

Die Regisseure Hans Block und Moritz Riesewieck erzählen in ihrem Debütfilm vom Platzen des utopischen Traums der sozialen Medien und stellen die drängende Frage nach den Grenzen des Einflusses von Facebook, YouTube, Twitter und Co. auf uns und unsere Gesellschaften.

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