KH Nord: Umfassender Spitalsplan sichert langfristige medizinische Versorgung

Das Krankenhaus ist ein Puzzleteil einer weitsichtigen Gesundheitspolitik

Wien (OTS/SPW-K) - „Wir haben nicht nur ein Bauwerk auf die grüne Wiese gestellt. Das heute von Renate Brauner präsentierte Papier zeigt klar, dass das KH Nord in einen umfassenden Spitalsplan eingebettet war“, sagt Peter Florianschütz, Vorsitzender der SPÖ-Fraktion in der Untersuchungskommission. „Das betrifft zum einen den Standort. Schon bei der Entscheidung für den Bau war klar, dass der Norden und Nordosten der Stadt versorgt werden müssen.“

Das Spitalskonzept nimmt darauf Rücksicht, dass Wien gerade im 2., im 21. und 22. Bezirk am stärksten gewachsen ist. Größte Steigerungsraten gibt es bei der älteren Bevölkerung nördlich der Donau. „Im hohen Alter lässt die Mobilität nach“, erklärt Florianschütz. „Das heißt, wir müssen die Medizin näher zu den Menschen bringen, nicht umgekehrt.“ Damit das gelingt, wurde die gesamte Spitalslandschaft in ihrer Struktur optimiert – siehe Spitalsplan 2030.

Das KH Nord wird auch weniger Akutbetten notwendig machen. „Wie im Konzept vorgesehen, kommt es durch die interdisziplinäre Belegung der Betten und den Ausbau von Wochen- und Tageskliniken zu einer Effizienzsteigerung. Das wäre ohne das KH Nord nicht möglich“, so Florianschütz. „Wir orientieren uns zum einen an der Entwicklung der Medizin, zum anderen an den Bedürfnissen der Wienerinnen und Wiener. Wir dürfen nicht vergessen, dass am Ende die bestmögliche Gesundheitsversorgung gewährleistet sein muss. In dieser Hinsicht ist das KH Nord ein Vorzeigeprojekt.“

Renate Brauner betonte zudem in der heutigen Sitzung der Untersuchungskommission, dass eine Erweiterung des SMZ-Ost zu ihrer Zeit als Gesundheitsstadträtin keine Rolle gespielt hätte. Als sie ihr Amt antrat war die Diskussion bereits sehr fokussiert auf ein neues Krankenhaus nördlich der Donau. Begründung: Das erste Konzept welches Brauner vorlag, war ein kleineres Spital mit einer Erweiterungsmöglichkeit. Das Österreichische Institut für Gesundheitswesen hat später eine Studie erstellt. Nach dieser Studie rieten Expertinnen und Experten eindeutig zu einem größeren Bau.

Zwtl.: Warum man sich ursprünglich für ein PPP-Modell entschied und weshalb es schlussendlich nicht zustande kam =

Die ehemalige Gesundheitsstadträtin erläuterte auch, weshalb man sich ursprünglich für ein PPP-Modell entschieden hat: Die demographische Entwicklung ergab einerseits künftig sehr hohen Investitionsbedarf zu haben, was Spitalsbetten und Geriatrie betrifft. Denn die älteren Menschen in Wien werden immer älter. Andererseits ist Wien aber auch seine sehr junge Stadt, mit immensem Bedarf an Schulen, Kindergärten und Nachmittagsbetreuung. Um das Krankenhaus finanzieren zu können, kam aber im Interesse der Wienerinnen und Wiener keine Privatisierung bspw. von Schulen in Frage. Deshalb zog man für das Krankenhaus Nord ursprünglich ein Public-Private-Partnership (PPP) Modell in Erwägung. Die Umsetzung aus Mitteln der öffentlichen Hand sowie privaten Partnern also, die eine Finanzierung erleichtert hätten.

Dass das PPP-Modell schließlich nicht zustande kam, war dem Abbruch der Verhandlungen geschuldet, nachdem Expertinnen und Experten aus den Ressorts der Stadt Wien dazu rieten, berichtete Renate Brauner.

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