PRO-GE/GPA-djp: Unfaires Arbeitszeitgesetz wird Thema bei KV-Runde Metallindustrie sein

Gewerkschaften fordern aufgrund der wirtschaftlichen Situation besonders kräftigte Lohn- und Gehaltserhöhung

Wien (OTS) - „Wir freuen uns, dass FMTI-Obmann Christian Knill die Interessen der Beschäftigten in den Mittelpunkt der Kollektivvertragsverhandlungen für die Metallindustrie stellen will. Da rennt er bei uns offene Türen ein. Wie es der Fachverband Metalltechnische Industrie allerdings jedes Jahr schafft, das wirtschaftliche Top-Niveau und die enormen Erfolge der Unternehmen vor der KV-Runde klein zu jammern, ist wirklich eigenartig und entbehrt jeder Grundlage“, sagen die beiden Chefverhandler der ArbeitnehmerInnen, Rainer Wimmer (PRO-GE) und Karl Dürtscher (GPA-djp). Die Gewerkschafter betonen, dass das neue unfaire Arbeitszeitgesetz und die künftigen Auswirkungen auf die Beschäftigten natürlich Thema bei den Kollektivvertragsverhandlungen sein werden. 

„Neben kräftigen Lohn- und Gehaltserhöhungen wird es Gegenforderungen zum 12-Stunden-Tag bzw. zur 60-Stunden-Woche geben. Leitlinien dazu werden am 18. September bei einer ÖGB-Konferenz aller gewerkschaftlichen KollektivvertragsverhandlerInnen für alle Branchen fixiert“, so Wimmer und Dürtscher. Dabei geht es den Gewerkschaften etwa um Rechtssicherheit, Überstundenentlohnung und um ein hohes Maß an Selbstbestimmtheit für die Beschäftigten bei der Arbeitszeit, etwa die 4-Tage-Woche oder längere Freizeitblöcke.

„Seit 1. September können Arbeitgeber ihre MitarbeiterInnen zwingen, 60 Stunden pro Woche zu arbeiten. Auch wenn der FMTI das verneint, das neue Arbeitszeitgesetz wird natürlich negative Auswirkungen haben, etwa bei der Gleitzeit. Und der 12-Stunden-Tag wird spätestens dann Thema für die Unternehmen sein, wenn es für die Betriebe einen Wettbewerbsvorteil bedeutet, länger arbeiten zu lassen“, sagen die beiden Chefverhandler.  

Gleichzeitig weisen PRO-GE und GPA-djp den Vorwurf der Unsachlichkeit auf das Schärfste zurück und fordern den FMTI auf, ab dem 20. September sozialpartnerschaftliche Verhandlungen zu gewährleisten. „Es geht um die Beschäftigten, um ihre Arbeitszeiten und um ihren Anteil am Erfolg“, sagen Wimmer und Dürtscher abschließend.

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