- 11.09.2018, 13:28:56
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Industrie: Herausforderung Fachkräftemangel zielgerichtet angehen
IV-GS Neumayer: Fachkräftelücke in der Industrie heuer bei 10.500 – Im Bildungssystem und bei qualifizierter Zuwanderung ansetzen
Utl.: IV-GS Neumayer: Fachkräftelücke in der Industrie heuer bei
10.500 – Im Bildungssystem und bei qualifizierter Zuwanderung
ansetzen =
Wien (OTS) - „Wir sehen allein heuer in der Industrie einen Bedarf an
Fachkräften von rund 60.000 Personen. 10.500 dieser Stellen können
aller Voraussicht nach nicht besetzt werden. Es klafft also eine
beträchtliche Lücke zwischen Angebot und Nachfrage, die es im
Interesse eines international wettbewerbsfähigen
Wirtschaftsstandortes rasch zu schließen gilt“, so Mag. Christoph
Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), heute,
Dienstag, anlässlich einer entsprechenden Pressekonferenz der WKÖ. Es
sei gut und wichtig, die Herausforderung Fachkräftemangel
zielgerichtet anzugehen, zumal die positive wirtschaftliche
Entwicklung der vergangenen Monate das Problem noch verschärft habe.
„Klar ist, dass wir langfristig dafür sorgen müssen, auf einen
erhöhten Fachkräftebedarf besser vorbereitet zu sein. Der Schlüssel
dazu liegt im Bildungssystem, beginnend bei einer qualitativen
Elementarbildung bis hin zum Ausbau von HTL und FH. Wir müssen heute
die jungen Menschen in unserem Land bilden, ausbilden und für Technik
begeistern, wenn wir in ihnen die Fachkräfte von morgen haben
wollen“, betonte der IV-Generalsekretär, der gleichzeitig der
Stärkung der betrieblichen Lehre sowie der arbeitsplatznahen
Qualifizierung hohe Priorität einräumte.
Gleichzeitig brauche es aus Sicht der Industrie aber auch das
Bekenntnis zu einer geregelten, qualifizierten Zuwanderung, um den
heimischen Bedarf an Fachkräften möglichst rasch decken zu können.
„Wir müssen im Rahmen einer Fachkräfteoffensive gezielt in jenen
Ländern werben, wo es Menschen mit den in Österreich benötigten
Qualifikationen gibt. So sichern wir uns im internationalen
‚Wettbewerb um die besten Hände und Köpfe‘ das dort vorhandene
Potenzial, ehe es andere tun. Der Faktor Zeit spielt hier durchaus
eine Rolle“, so Neumayer, der daher abschließend einmal mehr für eine
Reform der Rot-Weiß-Rot-Karte und damit einen Abbau bürokratischer
Hürden für qualifizierte Zuwanderung plädierte.
Weitere Informationen: www.iv.at/medien
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