- 11.09.2018, 10:21:02
- /
- OTS0052
AK: Jetzt Chance für ein Recht auf Trinkwasser in der EU nutzen
Österreichische Regierung muss in der EU-Ratspräsidentschaft Druck machen
Utl.: Österreichische Regierung muss in der EU-Ratspräsidentschaft
Druck machen =
Wien (OTS) - „Die Chance auf ein Recht auf Trinkwasser für alle
Menschen in der Europäischen Union war noch nie so groß“, sagt die
Leiterin der AK Umweltabteilung, Sylvia Leodolter. Gestern stimmte
der Umweltausschuss des EU Parlaments darüber ab, im Oktober wird das
Parlament entscheiden. „Wir sind zuversichtlich, dass das Parlament
das Recht auf Trinkwasser verbindlich verankern wird. Aber das ist
nur die halbe Miete: Auch die Regierungen müssen mitziehen, damit die
Richtlinie in Kraft tritt. Hier könnte die österreichische
Bundesregierung im Zuge der EU-Ratspräsidentschaft viel stärker Druck
machen und sich damit auf die Seite der Bürger und Bürgerinnen
stellen“, fordert Leodolter. „Ministerin Köstinger muss bis En-de
Dezember die Trinkwasserrichtlinie zu einer Entscheidung im EU-Rat
bringen. Dann könnte die Richtlinie im nächsten Frühjahr endgültig
beschlossen werden.“ Für Österreich gilt vor allem: Auch in der neuen
Trinkwasserrichtlinie muss sichergestellt bleiben, dass die gute
Wasserversorgung in öffentlicher Hand und für die Menschen leistbar
bleiben kann. Außerdem ist die Richtlinie wichtig, denn nach wie vor
haben in Europa etwa zwei Millionen Menschen keinen ordentlichen
Zugang zu Trinkwasser oder sanitärer Versorgung. Oft müssen diese
Menschen, etwa im EU-Mitgliedsland Rumänien mühsam, Wasser vom
Brunnen oder vom Tankwagen ho-len.
Leodolter erinnerte daran, dass 2013 über 1,8 Millionen Menschen sich
in der ersten erfolgreichen Europäischen Bürgerinitiative
„Right2water“ mit ihrer Unterschrift für ein Menschenrecht auf
Trinkwasser stark gemacht hatten. Auch die AK und die Gewerkschaften
hatten sich dafür eingesetzt. „Die EU-Kommission ist bereit, sich im
Streit um die Som-merzeit nach den Wünschen der Menschen zu richten.
Dann wäre es nur konsequent, wenn sie auch in der wichtigen
Trinkwasserfrage den Willen der EU-Bürgerinnen und EU-Bürger sehr
ernst nimmt.“
Veränderungsbedarf in der Trinkwasserrichtlinie sieht Leodolter
allerdings, was die neuen Qualitätskriterien bei der Wasserversorgung
angeht: Künftig sieht der jetzt vorliegende Entwurf mehr und teurere
Qualitätstests vor. „Das würde das Trinkwasser unnötig verteuern.
Schon jetzt ist die Qualität des Trinkwassers durch die öffentlichen
Wasserversorger in Österreich hervorragend“, sagt Leodolter.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AKW






