- 07.09.2018, 12:49:54
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Vorbildliche Projekte für klimaschonende Mobilität
Landesrat Rauch gratulierte Preisträgern des VCÖ-Mobilitätspreises Vorarlberg 2018
Utl.: Landesrat Rauch gratulierte Preisträgern des
VCÖ-Mobilitätspreises Vorarlberg 2018 =
Bregenz (OTS) - (VLK) – Das Projekt "'Gut-Geh-Raum' in Bregenz und
Initiative 'Selbständig zur Schule' für weniger Autos vor Vorarlbergs
Schulen", das im letzten Schuljahr an vier Pilotschulen in Bregenz,
Hard, Lauterach und Andelsbuch umgesetzt wurde, ist Sieger des
VCÖ-Mobilitätspreises Vorarlberg 2018. Auch das Wolfurter Unternehmen
Haberkorn und der Verkehrsverbund Vorarlberg wurden für vorbildliche
Projekte ausgezeichnet – Haberkorn für die Verlagerung von
Dienstreisen vom Flieger auf die Bahn, der VVV für sein neues
Ticketsystem FAIRTIQ, das im Herbst eingeführt wird. VCÖ-Vertreter
Michael Schwendinger überreichten gemeinsam mit Mobilitätslandesrat
Johannes Rauch und ÖBB-Regionalmanager Gerhard Mayer am Freitag, 7.
September, im Landhaus die Preise.
Eine Energiewende und eine Verkehrswende seien nötig, um die
Klimaziele zu erreichen, betonte Landesrat Rauch: "Wir sind ständig
bemüht, weitere Verbesserungen im Öffentlichen Verkehr umzusetzen und
die Fahrradinfrastruktur auszubauen. Es gibt noch viel Potenzial, um
Verkehr vom Auto auf die Öffis und das Fahrrad zu verlagern. Wir
sehen die Zukunft der Fortbewegung in der Kombination der
unterschiedlichen Verkehrsmittel." Rauch begrüßte auch das große
Engagement der Gemeinden auf diesem Weg. "Der VCÖ-Mobilitätspreis
macht jedes Jahr deutlich, wie mit kreativen Ideen einerseits das
Klima geschont und andererseits nachhaltige Formen von Mobilität
gefördert werden können. Ich gratuliere allen Preisträgerinnen und
Preisträgern herzlich", so Rauch.
Auch VCÖ-Vertreter Schwendinger unterstrich die Notwendigkeit, die
Mobilität auf Klimakurs zu bringen und veranschaulichte das mit einem
Beispiel: So ist der Verkehr in Vorarlberg heute für knapp mehr als
die Hälfte der klimaschädlichen CO2-Emissionen verantwortlich und
verursacht doppelt so viele Emissionen wie der Gebäudesektor. Im Jahr
1995 war der CO2-Ausstoß noch in beiden Sektoren etwa gleich hoch.
Die ÖBB begleiten als langjähriger Partner den VCÖ-Mobilitätspreis
und setzen auch im eigenen Betrieb laufend Verbesserungen im Sinne
der klimaverträglichen Mobilität um. "Wir leisten einen Beitrag zum
Wandel, indem wir seit heuer für die Bahn nur noch Strom beziehen,
der zur Gänze aus Wasser-, Sonnen- oder Windkraft gewonnen wurde",
erklärte Regionalmanager Mayer.
Die im Rahmen des VCÖ-Mobilitätspreises Vorarlberg 2018
ausgezeichneten Projekte:
Siegerprojekt "'Gut-Geh-Raum' in Bregenz und Initiative
'Selbstständig zur Schule' für weniger Autos vor Vorarlbergs Schulen
Das Land Vorarlberg, der Landesschulrat, der Fonds "Sicheres
Vorarlberg", die Stadt Bregenz und das regionale Mobilitätsmanagement
plan b haben dieses Projekt im Schuljahr 2017/2018 gestartet. Das
Ziel: Weniger Elterntaxis und mehr Kinder, die umweltfreundlich zu
Fuß, mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule
kommen. Neben einem pointierten Kurzfilm wurde eine landesweite
Umfrage an Vorarlbergs Volksschulen durchgeführt. An vier Volkschulen
– Lauterach Unterfeld, Hard Mittelweiherburg, Bregenz Schendlingen
und Andelsbuch – wurden unter anderem in Workshops die Schulwege der
Kinder analysiert und überlegt, wie die einzelnen Wege attraktiver
gestaltet und verbessert werden können. So entstand bei der Schule
Schendlingen ein "Gut-Geh-Raum". Es wurde beschlossen, die
Zufahrtstraße an Schultagen von 7:15 bis 17 Uhr zu sperren.
Fa. Haberkorn forciert "Sanfte Dienstreisen"
Nach dem Motto "Ein Weg Zug, ein Weg Flug" sind Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter angehalten, bei Dienstreisen zumindest den Hin- oder
den Rückweg per Bahn zurückzulegen. Bei jeder Reise wird ihnen
mitgeteilt, wie viele Tonnen CO2 bei der jeweiligen Flugdistanz
ausgestoßen werden. Im Zeitraum 2008 bis 2017 konnten die
Flugkilometer um mehr als ein Drittel reduziert und dafür die mit der
Bahn gefahrenen Kilometer versechsfacht werden.
Modernes Ticketing-System FAIRTIQ
Stammgäste der Öffentlichen Verkehrsmittel haben in Vorarlberg ein
attraktives Jahreskarten-Angebot. FAIRTIQ ist ein App-basiertes
System, das Gelegenheitsnutzende des Öffentlichen Verkehrs anspricht.
Diese müssen im Vorhinein keine Fahrkarten mehr erwerben. Die
Berechnung des günstigsten Tickets erfolgt automatisch basierend auf
der durch die App aufgezeichneten Strecke. Erreicht der
Standard-Fahrpreis den Wert einer Tageskarte, so kann den Rest des
Tages gratis gefahren werden. Abgerechnet wird monatlich über
Kreditkarte. FAIRTIQ startet noch diesen Herbst im Verkehrsverbund
Vorarlberg, in der Schweiz und in Liechtenstein gibt es das System
bereits. Damit können auch grenzüberschreitende Fahrten bezahlt
werden.
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