Neue Angebote fördern die Gesundheit älterer Menschen in Salzburg

Ein Spiele- und Singnachmittag, Computerkurse oder ein sanftes Bewegungstraining sind Angebote, die nach einer Bedarfserhebung durch die Zusammenarbeit lokaler Netzwerke geschaffen wurden

Dadurch wurden diese stärker in die Gesellschaft integriert und ihre psychosoziale Gesundheit verbessert. Der zunehmenden Vereinsamung und Isolation von älteren Menschen konnte so entgegengewirkt werden
Klaus Ropin, der Leiter des Fonds Gesundes Österreich (FGÖ)
Bei der Umsetzung des Projektes wurde besonderes Augenmerk darauf gelegt, die regionalen Akteurinnen und Akteure miteinander zu vernetzen: die sozialen Dienste, Seniorenverbände, Ärzte, Apotheken, Pfarren, Sportvereine, Gemeinde. Auch engagierte Seniorinnen und Senioren waren eingebunden und haben die Angebote mitentwickelt
Patricia Lehner, die Projektleiterin bei AVOS
Das Projekt ist ein gutes Beispiel dafür, dass Gesundheitsförderung zu einer nachhaltigen Verbesserung der Lebenswelten beiträgt. Die während der geförderten Pilotphase entstandenen Netzwerke führen die Angebote eigenständig fort und sie sind ein fixer Bestandteil des sozialen Lebens geworden
Beate Stolzlechner, Geschäftsführerin des Salzburger Gesundheitsförderungsfonds
Organisationen, die Rahmenbedingungen für ein gesundes Altern schaffen und Projekte umsetzen wollen, lade ich ein, die Projektförderung des FGÖ zu nutzen. Die relevanten Infos sind auf www.fgoe.org zu finden, auch das Team der FGÖ-Geschäftsstelle berät Sie gerne
Klaus Ropin, der Leiter des Fonds Gesundes Österreich (FGÖ)

Salzburg (OTS) - Das Gesundheitsförderungs-Projekt "AuGeN auf – Gesunde Nachbarschaft  aktiv und freiwillig" entwickelte Nachbarschaftsaktivitäten für ältere Frauen und Männer. „Dadurch wurden diese stärker in die Gesellschaft integriert und ihre psychosoziale Gesundheit verbessert. Der zunehmenden Vereinsamung und Isolation von älteren Menschen konnte so entgegengewirkt werden“, sagt Klaus Ropin, der Leiter des Fonds Gesundes Österreich (FGÖ), der österreichischen Förder- und Kompetenzstelle für Gesundheitsförderung.

Durchgeführt wurde das jüngst abgeschlossene Projekt von „AVOS – Prävention und Gesundheitsförderung“ und dem Hilfswerk Salzburg, finanziert wurde es vom FGÖ und dem Salzburger Gesundheitsförderungsfonds. Hauptzielgruppen waren "ältere fitte Menschen", immobile Menschen und pflegende Angehörige. Das Projekt wurde in den Gemeinden Werfen, Bischofshofen und Radstadt  und den Salzburger Stadtteilen Lehen, Taxham und Herrnau  umgesetzt.

Das Projekt startete im Juli 2015. Von Dezember 2015 bis März 2016  wurden mehr als 570 ältere Personen und pflegende Angehöriger befragt zu bestehenden Angeboten z.B. zu Bewegung, Ernährung, Besuchsservice, Angebote zu psychosozialer und  Herz-Kreislauf-Gesundheit. Ebenfalls erhoben wurden Nutzung und Bekanntheit dieser Angebote bzw. Interesse an neuen, eventuell fehlenden Angeboten. Damit wurde ein Überblick über die bestehenden Angebote geschaffen, der Bedarf an zusätzlichen Themen ermittelt und in der Folge entsprechende Angebote entwickelt.

Netzwerke verbinden Know-how und Strukturen in den Regionen

Bei der Umsetzung des Projektes wurde besonderes Augenmerk darauf gelegt, die regionalen Akteurinnen und Akteure miteinander zu vernetzen: die sozialen Dienste, Seniorenverbände, Ärzte, Apotheken, Pfarren, Sportvereine, Gemeinde. Auch engagierte Seniorinnen und Senioren waren eingebunden und haben die Angebote mitentwickelt“, schildert Patricia Lehner, die Projektleiterin bei AVOS.

Neue Angebote für mehr Gesundheit

Durch die Zusammenarbeit der regionalen Netzwerke unter Einbeziehung der Zielgruppe wurde eine breite Palette von neuen Angeboten entwickelt:

  • Beim „Sanften Bewegungstraining“, zeigte ein Physiotherapeut einfache, für jeden und jede geeignete Ausdauer-, Kräftigungs- und Koordinationsübungen zum Mitmachen.
  • Beim intergenerativen Angebot „Fit am Computer“ erklärten Schülerinnen und Schüler einer Polytechnischen Schule Seniorinnen und Senioren diverse Anwendungen am Computer.
  • Beim „Bunten Nachmittag“ waren ältere Menschen zum Singen und Spielen in fröhlicher Runde eingeladen. Die älteste Teilnehmerin war Barbara Ellmer, die in diesem Rahmen ihren 103. Geburtstag gefeiert hat; sie sagt: „Der Bunte Nachmittag ist eine sehr nette Abwechslung, ich freue mich jedes Mal darauf.“
  • Ein Schwerpunkt der Aktivitäten waren Angebote für pflegende Angehörige, denn Personen, die sich um Pflegbedürftige in der Familie kümmern, sind oft physisch und psychisch enorm belastet:
  1. „Gesprächsrunden für pflegende Angehörige“ sind eine Hilfe, denn schon ein Austausch mit Menschen in einer ähnlichen Situation ist eine Erleichterung. Es wurde eine Einladung in Form eines Arztrezeptes gestaltet, die von den Ärztinnen und Ärzten pflegenden Angehörigen „verschrieben“ wurde.
  2. Einmal wöchentlich informierten soziale Dienste in Apotheken über Leistungen, die pflegende Angehörige entlasten können.

Beate Stolzlechner, Geschäftsführerin des Salzburger Gesundheitsförderungsfonds: „Das Projekt ist ein gutes Beispiel dafür, dass Gesundheitsförderung zu einer nachhaltigen Verbesserung der Lebenswelten beiträgt. Die während der geförderten Pilotphase entstandenen Netzwerke führen die Angebote eigenständig fort und sie sind ein fixer Bestandteil des sozialen Lebens geworden“.

Auf gesunde Nachbarschaft! – eine Initiative des Fonds Gesundes Österreich 

„AuGeN auf – Gesunde Nachbarschaft  aktiv und freiwillig" ist eines von 11 Projekten, die im Rahmen der Initiative „Auf gesunde Nachbarschaft!“ durchgeführt wurden, um den Zusammenhalt im unmittelbaren Lebensumfeld zu stärken. Die Initiative wurde vom FGÖ ins Leben gerufen, denn gute Sozialkontakte tragen positiv zu Lebensqualität und Wohlbefinden bei – und das tut der Gesundheit gut. Mehr Informationen auf www.gesunde-nachbarschaft.at.

Projektförderung durch den FGÖ nutzen

Organisationen, die Rahmenbedingungen für ein gesundes Altern schaffen und Projekte umsetzen wollen, lade ich ein, die Projektförderung des FGÖ zu nutzen. Die relevanten Infos sind auf www.fgoe.org zu finden, auch das Team der FGÖ-Geschäftsstelle berät Sie gerne", so Klaus Ropin.

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Mag. Markus Mikl
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