Vorbereitungen auf den Ernstfall: „Die Gesundheitsnotversorgung nach einem Blackout“ in Wien

Workshop zum Österreichischen Programm zum Schutz kritischer Infrastrukturen

Wien (OTS) - Am 4. September 2018 trafen sich rund 100 TeilnehmerInnen aus dem Gesundheitswesen zum Workshop „Die Gesundheitsnotversorgung nach einem Blackout“ in Wien.

Erst kürzlich warnten deutsche Cyber-Sicherheitsbehörden vor einem möglichen europaweiten Strom- und Infrastrukturausfall („Blackout“) in Folge eines Cyber-Angriffes. Herbert Saurugg, Blackout-Experte und Organisator des Workshops, thematisiert schon seit Jahren die möglichen schwerwiegenden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen eines solchen Ereignisses, welches nicht nur durch einen Cyber-Angriff ausgelöst werden kann.

Der Workshop „Die Gesundheitsnotversorgung nach einem Blackout“ war bereits der fünfte Workshop, der gemeinsam mit dem Bundeskanzleramt im Rahmen des Programms „Schutz kritischer Infrastrukturen“ im Schloss Laudon durchgeführt wurde. Für den heurigen Themenschwerpunkt konnte auch das Gesundheitsministerium mit ins Boot geholt werden.

Die hochrangigen TeilnehmerInnen kamen aus dem gesamten Bundesgebiet und repräsentierten die unterschiedlichsten Gesundheitsbereiche: Vom niedergelassenen Arzt, Apotheker, über Pflege- und Rettungsdienste, Behörden bis hin zu Krankenhausverantwortlichen. Damit wurde auch in der Organisation eindrucksvoll die Notwendigkeit einer breiten gesellschaftlichen Auseinandersetzung bei der Betrachtung von solch weitreichenden Ereignissen unterstrichen.

Zwischen den Fachimpulsen gab es Kleingruppendiskussionen, wo der Frage nachgegangen wurde, wie nach einem Blackout eine zumindest zweiwöchige Gesundheitsnotversorgung für die Bevölkerung aufrechterhalten werden kann. Herbert Saurugg betonte dabei, dass es nicht nur um die Zeit des Stromausfalls gehe. Es werde auch danach noch einige Zeit dauern, bis die Versorgung wieder anlaufen könne. Daher sei es unverzichtbar, sich auf eine derart lange Notversorgung einzustellen. Er verwies dabei auch auf den Kriminalpsychologen Thomas Müller: „Die beste Vorbereitung auf unerwartete Ereignisse ist die geistige Beschäftigung mit der Tatsache, dass die Ereignisse überhaupt eintreten können. Dadurch entstehen wichtige Handlungsalternativen, die im Bedarfsfall leichter abgerufen werden können.“

Diese übergreifende Vernetzungsveranstaltung erbrachte wichtige Inputs für die TeilnehmerInnen, wobei unterstrichen wurde, dass ein solches Ereignis nur dann erfolgreich bewältigt werden kann, wenn sich alle gemeinsam darauf vorbereiten. Dazu sind in erster Linie der Staat und die verschiedenen Organisationen aufgerufen, aber im Ernstfall können auch die einzelnen Bürgerinnen und Bürger einen Beitrag leisten, etwa durch Sicherstellung der Eigenversorgungsfähigkeit und Nachbarschaftshilfe.

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