• 04.09.2018, 13:54:46
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  • OTS0129

ÖAMTC: Aufmerksamkeit dem Verkehr und nicht dem Smartphone

Handys lenken ab und gefährden die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer

Utl.: Handys lenken ab und gefährden die Sicherheit aller
Verkehrsteilnehmer =

Wien (OTS) - Diese und kommende Woche beginnt in ganz Österreich
wieder die Schule. 2017 ereigneten sich österreichweit 498 Unfälle am
Schulweg, bei rund 33 Prozent war Ablenkung oder Unachtsamkeit die
Unfallursache. Zu einem immer größeren Problem, das sowohl
Schulkinder als auch andere Verkehrsteilnehmer betrifft, wird
diesbezüglich das Smartphone. "Starren Fußgänger – Erwachsene wie
Kinder – im Straßenverkehr andauernd auf ihre Handys, so gefährden
sie nicht nur sich selbst sondern auch andere", warnt
ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger.

Gerade am Schulweg wird das Smartphone immer mehr zum Zentrum der
Aufmerksamkeit. "Einerseits möchte man Freunde über WhatsApp,
Facebook, Instagram und Co immer auf dem Laufenden halten", weiß die
Expertin des Mobilitätsclubs. "Andererseits schaut man aber auch
gemeinsam die neuesten Videos, hört aktuelle Songs oder spielt sogar
Spiele." Die sogenannten Smombies (Kunstwort aus den Begriffen
Smartphone und Zombie) unterschätzen allerdings die Gefahren, denen
sie sich dadurch aussetzen. Durch den stetigen Blick auf das
Smartphone gerät die reale Welt in den Randbereich. Risiken werden
erst zu spät oder gar nicht erkannt. "Smartphones lenken vom
Verkehrsgeschehen ab, denn Augen, Ohren, Hände und Denkvermögen sind
besetzt", skizziert Seidenberger die Gefahr, die von Smartphones im
Straßenverkehr ausgeht. "Das Umherblicken, die
Beobachtungsmöglichkeiten und das Antizipieren von
Verkehrssituationen fallen weg – man sieht schlicht weg nichts, außer
dem Display."

Entgegenwirken kann man diesem gefährlichen Trend aus Sicht des
Mobilitätsclubs in erster Linie damit, dass man Kinder – ähnlich wie
beim Schwimmen oder Radfahren auch – bei der verantwortungsvollen
Nutzung von Handys unterstützt und begleitet. "Oft hilft es schon,
die Gefahr zu thematisieren und ganz einfache Spielregeln
aufzustellen", erklärt die ÖAMTC-Expertin. "In welchen Situationen
kann ich das Smartphone nutzen und in welchen besser nicht." Darüber
hinaus sollen sich Eltern bewusst sein, dass Kinder das Verhalten der
Erwachsenen kopieren. "Erwachsene dienen als Vorbilder. Sie sollten
dementsprechend richtiges Verhalten vorzeigen. Das betrifft auch die
Nutzung von Smartphones im Straßenverkehr", appelliert die
ÖAMTC-Verkehrspsychologin abschließend.

Mehr Infos zum Thema "Sicherer Schulweg" sind unter
www.oeamtc.at/schulweg zu finden.

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