• 03.09.2018, 10:13:00
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ÖGB-Achitz: Gute Konjunktur ist der richtige Zeitpunkt für Aktion-20.000-Wiederbelebung

Investieren, statt in Gejammere über vermeintlichen Fachkräftemangel einzustimmen!

Wien (OTS/ÖGB) - 

"Mit mehr Geld kann man mehr für Arbeitslose tun“, hat AMS-Chef Johannes Kopf unlängst in einem Interview gesagt. „Sozialministerin Beate-Hartinger-Klein scheint sich aber den Umkehrschluss zum Motto gemacht zu haben: Mit weniger Geld fast gar nichts mehr für Arbeitslose tun. Trotz mehrmaliger Ankündigung wurde die Aktion 20.000 für ältere Langzeitarbeitslosigkeit noch immer nicht evaluiert, geschweige denn wiederaufgenommen. Und nun drohen weitere Verschlechterungen für die Arbeitsuchenden, denn noch immer blockiert die Ministerin den Beschluss des AMS-Budgets.“++++

Gerade in Zeiten, wo die durchstartende Konjunktur das begünstigt, müsste sich die Regierung der Gruppen annehmen, die am Arbeitsmarkt benachteiligt sind: „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um in Ältere und Langzeitarbeitslose, aber auch in Menschen mit Behinderung zu investieren“, fordert Achitz: „Das sind jene Gruppen, die vom Wirtschaftsaufschwung allein nichts haben. Dass das AMS in Ausbildung und konkrete Arbeitsplätze investiert, ist ganz wesentlich für Würde uns Selbstvertrauen der betroffenen Menschen.“

Die Bundesregierung macht aber exakt das Gegenteil: „Sie ruht sich auf den anscheinend guten Arbeitsmarktzahlen aus und lässt keine Ambitionen erkennen, die Aktion 20.000 endlich wiederzubeleben“, sagt Achitz. Stattdessen ist immer noch nicht klar, ob das AMS 200 Millionen Euro an Rücklagen für die aktive Arbeitsmarktpolitik verwenden darf. Wenn nicht, könnte das AMS Älteren, Langzeitarbeitslosen und Jugendlichen weniger anbieten, hatte auch AMS-Chef Kopf gewarnt. Achitz: „Die Arbeitsmarktpolitik der Bundesregierung darf sich nicht darauf beschränken, bei den Investitionen in aktive Arbeitsmarktpolitik und Qualifizierung zu sparen und gleichzeitig lautstark in das Gejammere der Unternehmer über den vermeintlichen Fachkräftemangel einzustimmen.“

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