- 31.08.2018, 11:39:41
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ORF III am Wochenende: „Gräfin Mariza“ aus Mörbisch 2018 in „Erlebnis Bühne“, Schwerpunkt zu Susi Nicolettis 100. Geburtstag
Außerdem: „zeit.geschichte“ mit zwei Folgen „Österreich I“ und Mike Supancic im „Sommerkabarett“
Utl.: Außerdem: „zeit.geschichte“ mit zwei Folgen „Österreich I“ und
Mike Supancic im „Sommerkabarett“ =
Wien (OTS) - Der Festivalsommer neigt sich dem Ende zu – zuvor gibt
es in ORF III Kultur und Information aber noch ein weiteres
Kulturhighlight, diesmal aus dem Burgenland: Emmerich Kálmáns
Operettenklassiker „Gräfin Mariza“ von den diesjährigen
Seefestspielen Mörbisch. Gestartet wird das Wochenende jedoch am
Samstag, dem 1. September 2018, mit den finalen beiden Folgen der
zwölfteiligen „zeit.geschichte“-Dokumentarreihe „Österreich I“. Am
Sonntag, dem 2. September, ist schließlich in „Erlebnis Bühne“ um
20.15 Uhr das Operettenspektakel von der Seebühne zu erleben.
Samstag, 1. September: Zweimal „zeit.geschichte: Österreich I“ mit
„Vom Siegen und Sterben“ und „Im Kriege wiedererstanden“ ab 20.15 Uhr
sowie Mike Supancic im „Sommerkabarett“ (23.45 Uhr)
Am Samstag sind im Hauptabend die finalen zwei Teile der
zwölfteiligen ORF-III-Dokumentarreihe „Österreich I“ von Hugo
Portisch und Sepp Riff zu sehen, beginnend mit „Vom Siegen und
Sterben“ (20.15 Uhr) über die ersten Kriegsjahre des Zweiten
Weltkriegs. Im Frühjahr 1940 steht für die deutsche Führung eine neue
Konfrontation mit den Westmächten England und Frankreich an. Polen
wiederum fällt im Blitzkrieg. Doch der erste Schlag wird in diesem
Jahr nicht im Westen geführt, sondern im Norden. Mit der Besetzung
Dänemarks und Norwegens will sich die nationalsozialistische Führung
die Erzvorkommen Skandinaviens sichern. Auch in der Heimat
hinterlässt der Krieg seine Spuren. Über 50.000 deutsche Soldaten
sind im ersten Kriegsjahr gefallen. In der finalen Folge „Im Kriege
wiedererstanden“ (22.00 Uhr) hält Hitler den Krieg schon für
gewonnen. Am 22. Juni 1941 überfallen deutsche Truppen die
Sowjetunion. Es gelingt der Wehrmacht, dem Gegner binnen kürzester
Zeit erhebliche Verluste zuzufügen und Hunderttausende
Kriegsgefangene zu machen. Doch der hereinbrechende Winter
verlangsamt den deutschen Vormarsch, bis er knapp vor Moskau zum
Stillstand kommt.
Der Abend schließt mit einer weiteren Ausgabe des „Sommerkabaretts“.
In „Mike Supancic: Das Geheimnis von Imst“ (23.45 Uhr) zieht der
Kabarettist mit der Bahn durch Österreich und entdeckt dabei die
obskursten Triebe heimischer Politik und Kultur.
Sonntag, 2. September: Sechsmal „ORF III Spezial“ zum 100. Geburtstag
von Susi Nicoletti mit u. a. „Susi Nicoletti – Mit Ernst unernst“ –
ab 10.35 Uhr; Außerdem: „Die Gräfin in der Geige“ (19.40 Uhr) und
„Erlebnis Bühne mit Barbara Rett: Seefestspiele Mörbisch: Gräfin
Mariza“ (20.15 Uhr)
Susi Nicoletti wäre am 3. September 100 Jahre alt geworden. ORF III
widmet der Schauspielerin einen sechsteiligen Schwerpunkt, beginnend
mit „Das Mädl aus der Vorstadt“ (10.35 Uhr) aus dem Jahr 1962 aus dem
Wiener Burgtheater. An der Seite von Susi Nicoletti sind in der Posse
von Johann Nestroy außerdem Richard Eybner, Ernst Anders, Josef
Meinrad und Christiane Hörbiger zu erleben. Es folgen die Filme
„Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ (12.40 Uhr) aus dem Jahr
1957, „Kleiner Schwindel am Wolfgangsee“ (14.25 Uhr) aus 1949 sowie
„Die Winzerin von Langenlois“ (16.05 Uhr), der ebenfalls im Jahr 1957
entstanden ist. Danach bietet „Susi Nicoletti – Mit Ernst unernst“
(17.35 Uhr) ein ausführliches Porträt über das Leben und die Karriere
der Schauspielerin. Der Schwerpunkt schließt mit dem aus dem Jahr
1955 stammenden Film „Sonnenschein und Wolkenbruch“ (18.10 Uhr) von
Regisseur Rudolf Nußgruber. Darin ist Nicoletti als Revuetänzerin
Margit zu erleben, die von einem Hotel engagiert wird, einen
Perlenkettendiebstahl zu inszenieren. Der Grund: Das Hotel will
seiner miserablen Buchungslage durch die Presse einen ordentlichen
Aufschwung verschaffen. Aber dann taucht die echte Besitzerin der
Perlenkette auf.
Im Vorabend stimmt die Dokumentation „Die Gräfin in der Geige“ (19.40
Uhr) auf den im Hauptabend gezeigten Operettenklassiker von den
Seefestspielen Mörbisch 2018 ein. „Gräfin Mariza“ gehört zu den am
öftesten in Mörbisch gespielten Operetten. Aber noch nie ist Manja,
die Zigeunerin, in 14 Metern Höhe, an der Spitze eines Geigenhalses
erschienen. Mila Janevska erzählt in der von Gabi Schiller
gestalteten TV-Dokumentation, wie es ihr bei der „Erstbesteigung“
ergangen ist und wie sie die ungewöhnliche Bühne erlebt. Danach folgt
in „Erlebnis Bühne mit Barbara Rett“ das diesjährige
Mörbisch-Highlight. Karl Absenger inszeniert im ersten Jahr der
Intendanz von Peter Edelmann auf der spektakulären Seebühne in
Mörbisch die Geschichte der reichen und schönen Gräfin, die sich vor
ihren Verehrern retten möchte. Sie erfindet kurzerhand einen
Verlobten und gibt ein rauschendes Fest, um die vielen lästigen
Kavaliere abzuschrecken. Durchkreuzt wird ihr Plan von einem Baron,
der ausgerechnet denselben Namen trägt wie der imaginierte Bräutigam
und zudem an einer Heirat interessiert wäre. Die Komposition von
Emmerich Kálmán dirigiert Guido Mancusi.
Nachfolgend gedenkt ORF III des am vergangenen Mittwoch verstorbenen
Erich Lessing und zeigt das im Jahr 2013 von Thomas Hackl und Martina
Hechenberger entstandene Porträt „Der Fotograf im Rückspiegel“ (22.45
Uhr). Der Fotograf erzählt darin von seiner Jugendzeit in Wien,
seinen Erlebnissen auf der ganzen Welt, der Eröffnung seiner Galerie
im Jahr 2011 und seinem unvergleichlichen Schaffen. Es folgt um 23.40
Uhr „Im Gespräch mit Erich Lessing“. 2015 führte ORF-Generaldirektor
Alexander Wrabetz rund um das Jubiläumsjahr des Staatsvertrags ein
ausführliches Interview mit dem Jahrhundertfotografen.
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