- 31.08.2018, 08:54:38
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Lercher/Brunner/Kocevar bei SPÖ-Medienaktion zu 60-Stunden-Woche: „Sie zahlen, wir liefern“
ÖVP-Großspender und KTM-Chef Pierer erhielt seine durch Wahlkampfgelder bestellten Geschenke
Utl.: ÖVP-Großspender und KTM-Chef Pierer erhielt seine durch
Wahlkampfgelder bestellten Geschenke =
Wien (OTS/SK) - Anlässlich des morgigen Inkrafttretens der
60-Stunden-Arbeitswoche haben SPÖ-Bundesgeschäftsführer Max Lercher,
SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Brunner und der
niederösterreichische SPÖ-Landesgeschäftsführer Wolfgang Kocevar
heute, Freitag, als Zeichen des Protestes, die durch
ÖVP-Wahlkampfspenden von KTM-Chef Pierer bestellten Geschenke in Form
von Paketen zu der KTM-Filiale Vösendorf geliefert. „Wegen
Kurz-Wahlkampfspendern wie Pierer müssen die ÖsterreicherInnen ab
morgen ‚Hackeln bis zum Umfallen‘“, kritisierte Lercher bei der
Medienaktion, die unter dem Titel „Sie zahlen, wir liefern“ stand.
Für Brunner und Kocevar sei klar, dass „der Kampf gegen die
arbeitnehmerInnenfeindliche 60-Stunden-Woche“ gerade erst begonnen
hat. ****
„Während Kurz der Wirtschaft die schwarz-blaue
Arbeitszeitverlängerung schenkt, haben Millionen ArbeitnehmerInnen
dadurch unter Lohn-, Gesundheits- und Freizeitraub zu leiden“, betont
Lercher. Für den SPÖ-Bundesgeschäftsführer ist es „ein Skandal und
eine Schande“, dass Großkonzerne und Wirtschaftsbosse mit
„Wahlkampfgeldern arbeitnehmerfeindliche Maßnahmen wie die
60-Stunden-Woche vorbestellen konnten“. Als symbolischer Protest
wurden nun einem der größten Spender des Konzernkanzlers, KTM-Chef
Pierer, Geschenkpakete vor die Filiale in Vösendorf gelegt. „Nur
Wirtschaftshäuptlinge wie Pierer profitieren von der Konzernpolitik
des Kanzlers“, stellte Lercher klar.
Aus den überdimensionalen Geschenkkartons in türkisenem Papier mit
blauen Schleifen ragten teilweise Tafeln mit Aufschriften wie
„12h-Tag“ oder „Lohnraub“. „Der KTM-Chef hat genau das von Kurz
bekommen, was er damals im Wahlkampf teuer bestellt hat. Die
60-Stunden-Woche ist ein klarer Anschlag auf die Vereinbarkeit von
Familie und Beruf, extrem frauenfeindlich und katapultiert uns zurück
ins 19. Jahrhundert“, kritisierte Brunner. „Die heutige Aktion und
die zahlreichen weiteren Proteste, die in den nächsten Tagen in ganz
Österreich stattfinden, sind erst der Anfang“, so Brunner. Die
SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin verwies darauf, dass die „SPÖ nicht
lockerlassen werde, bis der 12-Stunden-Tag wieder der Vergangenheit
angehört“.
Für Kocevar ist die Lage klar: „Die Menschen wissen genau, dass sie
es Kurz und der restlichen schwarz-blauen Regierung zu verdanken
haben, wenn die 60-Stunden-Arbeitswoche bald Usus und sogar Pflicht
ist!“ Für den Landesgeschäftsführer der SPÖ-Niederösterreich wäre
auch Landeshauptfrau Mikl-Leitner in der Pflicht gewesen, „ihrem
ÖVP-Chef im Bundeskanzleramt diese unsoziale Maßnahme auszureden“.
„Wie wird die Landeshauptfrau den hart arbeitenden
NiederösterreicherInnen erklären, dass ihnen die ÖVP von Wien aus den
12-Stunden-Arbeitstag diktiert?“, fragte Kocevar.
SERVICE: Fotos der Aktion finden Sie in Kürze auf unserer
flickr-Seite: https://www.flickr.com/photos/sozialdemokratie/
(Schluss) mr/sc
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