Jungwirth: „Das Aus der Lehre für Asylwerbende ist wirtschaftsfeindlich!“

Will die Regierung mit dem Aus dieser wichtigen Integrationsmaßnahme von Hofknicks und Postenvergabe ablenken?

Was hat Harald Mahrer seit seinem Amtsantritt im Mai eigentlich getan, um die Interessen der österreichischen Unternehmerinnen und Unternehmer zu vertreten? Er muss endlich in seiner Rolle als Vertreter der Wirtschaft ankommen, statt als Beiwagerl der Regierung zu agieren. Mit weniger Posten wäre das wahrscheinlich auch einfacher!
Sabine Jungwirth, Bundessprecherin der Grünen Wirtschaft

Wien (OTS) - Scharfe Kritik am angekündigten Aus der Lehre für asylwerbende Jugendliche übt Sabine Jungwirth, Bundessprecherin der Grünen Wirtschaft: „Die österreichische Bundesregierung zeigt einmal mehr ihr unmenschliches Gesicht. Von der christlich-sozialen ÖVP ist nichts mehr geblieben. Stattdessen fährt Kanzler Kurz im Fahrwasser der FPÖ einen rechtsnationalen, menschenverachtenden Kurs. Anscheinend muss die Regierung vom jüngsten Fauxpas der knicksenden Außenministerin Karin Kneissl und des Posten sammelnden Wirtschaftskammerpräsidenten Harald Mahrer ablenken. Anders ist ein derart wirtschaftsfeindliches Vorgehen nicht erklärbar.“ 

Klarer Affront 

In Anbetracht der zuletzt laut gewordenen Stimmen aus der Wirtschaft, wonach sich die Präsidenten der Länderwirtschaftskammern gemeinsam mit tausenden Unternehmerinnen und Unternehmern für ein Aufenthaltsrecht für die in Ausbildung stehenden jugendlichen Asylsuchenden eingesetzt haben, ist der Zugangsstopp zur Lehre ein klarer Affront. 

Zuwanderung bringt Fachkräfte

„Gerade für diese Jugendlichen ist die Lehre eine wichtige Integrationsmaßnahme. Unternehmen, die in einigen Branchen beinahe händeringend nach Lehrlingen suchen, werden künftig daran gehindert, hier einen positiven Beitrag zu leisten. Dabei wäre die Ergänzung zur bestehenden Möglichkeit durch das 3+2-Modell sowie eine Neuordnung der Rot-Weiß-Rot-Karte zur Öffnung der Lehre für die gesteuerte Zuwanderung der richtige Weg zur Beseitigung des Fachkräftemangels – den Mahrer nach eigenen Aussagen sogar unterschätzt habe“, sagt Jungwirth.  

Außer Spesen nichts gewesen

An WK-Präsident Mahrer richtet Jungwirth den Appell: Was hat Harald Mahrer seit seinem Amtsantritt im Mai eigentlich getan, um die Interessen der österreichischen Unternehmerinnen und Unternehmer zu vertreten? Er muss endlich in seiner Rolle als Vertreter der Wirtschaft ankommen, statt als Beiwagerl der Regierung zu agieren. Mit weniger Posten wäre das wahrscheinlich auch einfacher!

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