ÖGB-Schumann: „Logischer nächster Schritt ist eine Ausbauoffensive für Kinderbetreuungseinrichtungen“

12-Stunden-Tag und 60-Stunden-Woche verschärfen Unvereinbarkeit von Beruf und Familie

Wien (OTS) - „Das Sparvorhaben bei der Kinderbetreuung war von Anfang an ein großer Fehler, eine völlige Missachtung der Bedürfnisse von Eltern mit Betreuungspflichten. Der steigende Druck von Politik, Gewerkschaft, ExpertInnen und Betroffenen hat dazu geführt, dass Bundesregierung die Pläne zurücknimmt“, begrüßt Korinna Schumann, ÖGB-Vizepräsidentin und Frauenvorsitzende, die heute verkündete Lösung.

Nach der überfallsartigen Einführung des 12-Stunden-Tages und der 60-Stunden-Woche könne dieses Einlenken nur der Startschuss für eine längst notwendige Ausbauoffensive der Kinderbildungseinrichtungen sein, so Schumann weiter: „Auch wenn die Frauenministerin gegenteiliges behauptet: Realität ist, dass die Betreuungsstruktur in vielen Regionen Österreichs schon vor dem 1. September eine Vollzeitbeschäftigung für Frauen vielerorts unmöglich gemacht hat. Mit dem Inkrafttreten des neuen Arbeitszeitgesetzes wird das noch viel schwieriger. Eltern brauchen keine Werbeinszenierungen, sondern ein verlässliches, leistbares, qualitativ hochwertiges und vor allem flächendeckendes Betreuungsangebot. Das wäre der nächste logische Schritt!“

Frauen, die Betreuungspflichten übernehmen, dürfen nicht noch weiter in die Teilzeitarbeit oder sogar aus dem Arbeitsleben gedrängt werden. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf hat für ArbeitnehmerInnen, speziell für Frauen, hohe Priorität bei der Wahl ihrer Arbeitsstellen. „Im Interesse der Eltern fordern wir dringend den verstärkten Ausbau der Kinderbildungseinrichtungen für Kinder in allen Altersgruppen. Die Regierung ist aufgefordert, österreichweit einheitliche Rahmenbedingungen in der Kinderbildung zu schaffen. Das hilft Eltern, vor allem auch den Beschäftigten in diesem Bereich, die unter oft sehr schwierigen Bedingungen großartige Arbeit leisten“, so Schumann abschließend.

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