Karim El-Gawhary präsentiert im „WELTjournal“ „Mein Alexandria“

Am 22. August um 22.30 Uhr in ORF 2; danach im „WELTjournal +“: „Mann gegen Frau – Lieben und Leiden auf Ägyptisch“

Wien (OTS) - Mit „Mein Alexandria“ steht im ORF-Auslandsmagazin „WELTjournal“ am Mittwoch, dem 22. August 2018, um 22.30 Uhr in ORF 2 eine weitere Folge der erfolgreichen Reportagereihe auf dem Programm, in der ORF-Korrespondentinnen, -Korrespondenten und -Reporter/innen ihre Stadt auf etwas andere Art, als man sie aus den Nachrichten kennt, porträtieren. Dieses Mal erkundet Nahost-Korrespondent Karim El-Gawhary die ägyptische Hafenstadt Alexandria. Um 23.00 Uhr folgt im „WELTjournal +“ die Dokumentation „Mann gegen Frau – Lieben und Leiden auf Ägyptisch“.

Den Abschluss der diesjährigen „WELTjournal“-Sommerreihe bildet am 29. August Italien-Korrespondentin Mathilde Schwabeneder mit einem Porträt von Malta, dem kleinen Inselstaat im Mittelmeer, der zuletzt wegen massiver Korruptionsvorwürfe gegen Politik und Behörden und wegen des Mordes an der Investigativ-Journalistin Daphne Caruana Galizia in die Schlagzeilen geraten ist .

WELTjournal: Karim El-Gawhary präsentiert „Mein Alexandria“

Wer kennt sie nicht, die Legenden um den antiken Leuchtturm oder die Bibliothek von Alexandria? Sagenumwoben war die ägyptische Hafenstadt im südöstlichen Mittelmeer schon während der Antike. Vor 100 Jahren war Alexandria Sitz der königlichen Börse für Baumwolle, einem Rohstoff, der ähnlich wie heute Öl gehandelt wurde. Die Stadt war damit Anziehungspunkt für zahlreiche Migranten aus Italien und Griechenland, die dort zu Reichtum kamen und der Stadt ihr europäisches Flair gaben. Heute ist Alexandria nur noch ein Schatten ihrer selbst und platzt mit fünf Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern aus allen Nähten. Und doch schimmert an allen Ecken immer wieder die einstige Größe durch.
Nahost-Korrespondent Karim El-Gawhary hat sich auf die Suche gemacht, nach den Resten des alten Alexandria und dem Leben und Überleben im neuen. Im griechischen Altersheim und im griechischen Klub besucht er jene wenigen Griechen, deren Familien in den 1950er Jahren die Stadt nicht verlassen haben. Mit einem Unterwasserarchäologen spricht er über die Reste des Leuchtturms von Alexandria und antike Schätze im Hafenbecken. Er fährt mit der Trambahn, die älter ist als die Straßenbahn in Wien. Auf dem Buchmarkt der Stadt trifft er Händler in zwei Quadratmeter kleinen Kiosken, die aus Türmen von Büchern ohne zu zögern von ganz unten die arabisch übersetzten Ausführungen Sigmund Freuds herausziehen. Karim El-Gawhary zeigt in seinem Porträt von Alexandria die Facetten einer Stadt, die schon einmal bessere Zeiten erlebt hat, die aber noch heute zauberhaften Charme besitzt.

WELTjournal +: „Mann gegen Frau – Lieben und Leiden auf Ägyptisch“

Ihr engagiertes Auftreten beim Arabischen Frühling vor acht Jahren hat Ägyptens Frauen keinen Wandel gebracht: Ein selbstbestimmtes Leben zwischen Politik, Sexualität, Moderne und Tradition ist angesichts der fortschreitenden Islamisierung schwieriger denn je. Im „WELTjournal +“ begibt sich die britische Journalistin Natasha Wheatley auf eine sehr persönliche Reise durch das Land am Nil. Sie taucht tief ein in eine Gesellschaft, in der Welten aufeinanderprallen und sich die Differenzen über Geschlechterrollen quer durch die Familien ziehen. In diesem gesellschaftlichen Klima sind Liebesbeziehungen schwierig, sexuelle Belästigung ist an der Tagesordnung. Um sich zu schützen haben ägyptische Frauen die Online-Plattform „HarassMap“ gegründet, auf der Frauen posten, wann und wo sie Opfer eines Übergriffs geworden sind. So sind auf einem Stadtplan von Kairo lauter große und kleine rote Punkte entstanden, die zeigen, in welchen Gegenden es für Frauen besonders gefährlich ist.

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