Thomas Schaden: Finanzierung der Zuschüsse zur Entgeltfortzahlung muss rasch gesichert werden

Wirtschaftsverband NÖ gegen Gefährdung wichtiger Leistungen der AUVA durch Einsparungen der Regierung

St. Pölten (OTS) - „Aufgrund der Einsparungspläne der Regierung bei der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) ist die Finanzierung der Zuschüsse für die Entgeltfortzahlung von Kleinst-und Kleinbetrieben nun völlig ungeklärt“, kritisiert der Präsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes Niederösterreich (SWV NÖ), KommR Thomas Schaden.
„Um diese unhaltbare Situation rasch zu beenden, muss die Finanzierung dieser Unterstützungsleistung für die KMU umgehend und in voller Höhe gesichert werden. Denn sie betrifft einen großen Teil der Unternehmen.“

„Wegen der Einsparungspläne der Regierung soll diese wichtige Unterstützungsleistung für Kleinst- und Kleinbetriebe nicht mehr von der AUVA kommen. Geben soll es diese Zuschüsse aber angeblich auch weiterhin. Man weiß allerdings nicht, wer diese Zuschüsse künftig finanzieren und auszahlen wird. Diese Vorgangsweise zeigt einmal mehr, dass die Anliegen der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in der Regierungspolitik keine große Rolle spielen. Der Regierung geht es in erster Linie um die Konzerne und Großbetriebe. Hier fehlt es einfach an Wirtschaftsverständnis!“

„Ohne diese Zuschüsse zur Entgeltfortzahlung für MitarbeiterInnen im Krankenstand wären die Klein- und Kleinstunternehmen einer enormen finanziellen Belastung ausgesetzt, die viele von ihnen überfordern würde.“
Unternehmen mit bis zu 50 MitarbeiterInnen erhalten derzeit von der AUVA ab dem elften Krankenstandstag einen 50-prozentigen Zuschuss und Unternehmen mit bis zu zehn MitarbeiterInnen einen 75-prozentigen Zuschuss zur Lohnfortzahlung.

„Es ist problematisch, dass die künftige Finanzierung dieser Zuschüsse nun offen ist, nur weil die Regierung den Unfallversicherungsbeitrag senken will und daher drastische Einsparungen von der AUVA verlangt. Freuen können sich darüber vor allem die Großkonzerne.“

„Die Regierung ist mit ihren Einsparungsplänen bei der AUVA gerade dabei, denselben Fehler zu machen, wie die schwarz-blaue Regierung im Jahr 2000 mit der Zerschlagung des Entgeltfortzahlungsfonds. Diese erfolgte ebenfalls auf Zuruf durch Großkonzerne und wurde ebenfalls als Senkung der Lohnnebenkosten verkauft – mit dem Ergebnis, dass KMU einen wichtigen Versicherungsschutz verloren haben und danach oft mit deutlichen Mehrkosten konfrontiert waren“, erklärt Thomas Schaden. „Man kann sich dem Eindruck nicht verschließen, dass mit dieser Husch-Pfusch-Reform die Regierung von den wirklichen Problemen in diesem Land wieder einmal nur ablenken will. Aber diese Thematik ist für Ablenkungsmanöver und -diskussionen, wie die Anschaffung von Polizeipferden oder die fragwürdige Einführung von Tempo 140, zu ernst und wichtig.“

Rückfragen & Kontakt:

Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband Niederösterreich (SWV NÖ)
3100 St. Pölten, Niederösterreich-Ring 1a
Tel. 02742 2255 400
0664 4118394
noe@wirtschaftsverband.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN0002