IGGÖ über „illegale Hinterhofschlachtungen“ verwundert

Olgun: „Zahlen der Bundesregierung unrealistisch.“

Wien (OTS/IGGiÖ) - Verwundert reagiert die IGGÖ über den aktuellen Erlass des Sozialministeriums, der sogenannte ‚illegale Hinterhofschlachtungen‘ verbieten soll: „Die Bundesregierung – allen voran der Vizekanzler – nimmt bei der Verkündung des Erlasses explizit auf das islamische Opferfest Bezug. Somit ist der aktuelle Erlass wohl als ‚Lex-Islam‘ zu verstehen. Mit der IGGÖ wurde jedenfalls kein Gespräch zum aktuellen Erlass gesucht bzw. sind wir nicht zu Gesprächen eingeladen worden. Schächtungen sind gemäß den gesetzlichen Vorgaben durchzuführen, dies steht außer Streit. Die aktuelle Gesetzeslage bzgl. des Schächtens ist bewährt und ausreichend “, konstatiert IGGÖ Präsident Ibrahim Olgun.

Olgun hält in diesem Zusammenhang fest: „Die nun kolportierte verpflichtende Meldung des Fleischkonsums ist nichts anderes als die vor Wochen vorgeschlagene Registrierung – nur anders verpackt. Also, lediglich alter Wein in neuen Schläuchen. Für uns als IGGÖ ist es inakzeptabel, dass Mitbürgerinnen und Mitbürger aufgrund ihrer Religion registriert werden sollen. Das hatten wir bereits in Österreich - diese Zeiten sind vorbei. Dieser Erlass ist nicht nur ein Affront gegenüber den Musliminnen und Muslimen in Österreich, sondern auch gegenüber der jüdischen Community, die von diesem Erlass ebenso betroffen sein wird."

Ibrahim Olgun
Präsident der IGGÖ

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