ÖJC verurteilt brutalen Polizeieinsatz gegen österreichische Journalisten in Bukarest

Turnheim: Klarer Verstoß gegen die Pressefreiheit und die Werte der Europäischen Union – Österreichische Ratspräsidentschaft gefordert

Wien (OTS) - Der Österreichische Journalisten Club (ÖJC) protestiert gegen das gewaltsame Vorgehen rumänischer Sicherheitsorgane gegen ein klar erkennbares Fernsehteam des ORF. Während der ORF-Redakteur Ernst Gelegs mit Polizeigewalt an einer Hausmauer festgehalten wurde, wurde Kameramann Robert Reinprecht regelrecht verprügelt.

ÖJC-Präsident Fred Turnheim fordert von der rumänischen Innenministerin Carmen Dan eine schonungslose Untersuchung des Polizeieinsatzes gegen die österreichischen Reporter und die Verurteilung der handelnden Polizisten. „Rumänien ist Mitgliedsland der Europäischen Union und hat daher die Standards der Pressefreiheit in Europa zu achten“, so Turnheim.

Die österreichische Ratspräsidentschaft wird dringend ersucht alles zu unternehmen, damit die Grund- und Freiheitsrechte, zu denen auch die Pressefreiheit gehört, in allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union geachtet werden.

Es ist für ÖJC-Präsident Turnheim unerträglich, „dass die Morde an der maltesischen Enthüllungsjournalistin Daphne Caruana Galizia und an dem slowakischen Investigativjournalisten Jan Kuciak und seiner Verlobten bis heute nicht aufgeklärt sind. Es ist unerträglich, dass in einigen Mitgliedsstaaten der EU die Pressefreiheit immer mehr eingeschränkt wird und es ist unerträglich, dass klar erkennbare Kamerateams in der Hauptstadt eines EU-Mitgliedsstaates von Polizisten verprügelt werden."

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