VSStÖ ad MedAT: Gender-Gap bei Medizin-Aufnahmetest nur minimal gesunken

57 Prozent der Studienplätze gehen an Frauen* – 62 Prozent der Testteilnehmer_innen waren weiblich

Wien (OTS) - In diesem Jahr wurden 1.680 Studienplätze an den drei Medizin-Universitäten in Wien, Graz und Innsbruck sowie der medizinischen Fakultät an der Uni Linz vergeben. 62 Prozent der 12.574 angetretenen Studierenden beim Aufnahmetest für das Medizinstudium waren weiblich. Es gingen jedoch nur 57 Prozent der freien Plätze an Frauen*.

 

Der Veband sozialistischer Student_innen (VSStÖ) spricht sich gegen den stark selektiven Aufnahmetest für das Human- und Zahnmedizinstudium an den öffentlichen Universitäten aus. "Wir können es nicht hinnehmen, dass Menschen aus ökonomisch schlechter gestellten Familien hier einem klaren Nachteil unterliegen." so Katharina Embacher, Bundesvorsitzende* des VSStÖ. "Durch kaum leistbare Vorbereitungskurse, überdurchschnittlich hohen Lernaufwand und eine Testgebühr von € 110,- müssen angehende Medizinstudent_innen schon vor Studienbeginn massive Geld- und Zeitressourcen aufbringen.", hebt Embacher hervor.

 

Neben der langsam, aber stetig wachsenden Frauenquote der Studienwerber_innen (2015: 59 Prozent, 2016 und 2017: je 60 Prozent, 2018: 62 Prozent), ist bei den Erfolgsquoten eine schwankende Entwicklung zu verfolgen. 2015 betrug der Frauenanteil bei den Aufgenommenen 52 Prozent, 2016 lag er bei 56 Prozent, 2017 bei 53 Prozent und heuer bei 57 Prozent.

 

Trotz positivem Trend, der die Zahl der aufgenommenen Frauen* an den Medizin-Universitäten betrifft, wurden in Relation aber immer noch mehr Männer* zum Studium zugelassen. "Wir hoffen, dass der Gender-Gap auch die nächsten Jahre kontinuierlich sinkt und der Zugang zum Medizinstudium nicht von der sozialen Herkunft oder dem Geschlecht abhängt.", betont Embacher abschließend.

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