- 24.07.2018, 13:06:25
- /
- OTS0090
Neue Bewilligungen für den Gesteinsabbau nötig
LH Wallner und LSth. Rüdisser präsentierten Ergebnisse einer Bedarfsstudie zur Baurohstoffversorgung
Utl.: LH Wallner und LSth. Rüdisser präsentierten Ergebnisse einer
Bedarfsstudie zur Baurohstoffversorgung =
Bregenz (OTS) - (VLK) – Die Vorarlberger Bauwirtschaft braucht
jährlich ca. vier Millionen Tonnen Kies und Gestein. Damit dieser
Bedarf weiterhin gedeckt werden kann, müssen in nächster Zeit neue
Abbaubewilligungen erteilt werden – zu diesem Ergebnis kommt einer
vom Land in Auftrag gegebenen Studie. Empfohlen wird, nach
Möglichkeit bestehende Abbaufelder zu erweitern und auch wieder
Nassbaggerungen einzuplanen. In einer Folgeuntersuchung sollen nun
die entsprechenden Potenziale erhoben werden, so Landeshauptmann
Markus Wallner und Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser im
Pressefoyer am Dienstag, 24. Juli.
Der größte Teil des Gesamtbedarfs wird von heimischen Betrieben
mit bewilligten Abbaufeldern in drei Regionen (Walgau, Rheintal,
Bregenzerwald) beigesteuert. Sie liefern derzeit insgesamt ca. 2,75
Millionen Tonnen an mineralischem Rohstoff. Diese Abbaumenge wird
sich in den nächsten Jahren erheblich reduzieren – bis in zehn Jahren
um fast drei Viertel. Wird nichts getan, würde Vorarlberg von
zusätzlichen Importen aus Deutschland und Tirol abhängig, gab LH
Wallner zu bedenken.
Die Verfügbarkeit von Steinen als Baumaterial ist beim Thema
Hochwassersicherheit von entscheidender Bedeutung. Schon der
derzeitige Abbau an Wasserbausteinen reicht gerade für den mittleren,
jährlichen Baubetrieb aus, im Falle von Hochwasserereignissen fehlen
aber erhebliche Mengen. "Hier ist eine vorausschauende Planung
gefragt, damit Eingriffe in schützenswerte Gebiete, wie sie nach dem
Hochwasser 2005 nötig waren, vermieden werden können", erklärte
Landesstatthalter Rüdisser. Er verwies auf das Jahrhundertprojekt
"Rhesi", das in den nächsten Jahren einen großen Bedarf an
Wasserbausteinen bringen wird, der durch die derzeit genehmigten
Abbaufelder nicht gedeckt werden kann.
Weil die Gewinnung mineralischer Rohstoffe und deren Transport ein
komplexes und auch sensibles Thema ist, bei dem viele verschiedene
Interessen – Natur- und Landschaftsschutz, Wasserwirtschaft,
Raumplanung, Umweltschutz und Tourismus – aufeinandertreffen, wird
die mögliche Vergabe neuer Abbaubewilligungen sorgfältig geprüft.
"Das hat im Rahmen umfassender, ordentlicher Verfahren zu geschehen",
sagte Landeshauptmann Wallner.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVL






