ÖGB-Schumann: „Frau Bundesministerin, Frauen in Not dürfen nicht alleine gelassen werden!“

Ausreichend finanzielle Mittel zur Absicherung und zum Ausbau von Frauenhäusern, Gewaltschutzzentren und Frauenberatungsstellen notwendig

Wien (OTS) - Es ist nicht allzu lange her, als Bundesministerin Juliane Bogner-Strauß beim ÖGB-Bundesfrauenkongress ausführlich erklärte, die Gewaltprävention sei einer ihrer frauenpolitischen Arbeitsschwerpunkte für die kommenden Jahre. „Nun sollen die Mittel für wichtige Frauenprojekte gekürzt werden, und mehr Geld für neue Betreuungsplätze für Gewaltopfer, wie sie ankündigte, gibt es auch nicht. Frau Bundesministerin, so schafft man keine Stabilität, keine Sicherheit und kein Vertrauen“, sagt Korinna Schumann, ÖGB-Vizepräsidentin und Bundesfrauenvorsitzende.

„Frauenprojekte und Frauenberatungsstellen leisten wertvolle Arbeit, informieren Frauen und Familien in belastenden Lebenslagen, stärken ihnen den Rücken und machen auf frauenpolitische Themen in der Öffentlichkeit aufmerksam. Eine Kürzung der Mittel würde dazu führen, dass viele Frauenberatungsstellen ihre Arbeit einstellen müssen – das ist inakzeptabel“, betont Schumann. „Gerade Frauen in Notsituation, wie etwa Gewalt, Krankheit, Arbeitslosigkeit oder Mobbing, brauchen geeignete Anlaufstellen und Beratungsmöglichkeiten und dürfen mit ihren Problemen nicht alleine gelassen werden.“

Die ÖGB-Frauen unterstützen daher die Forderung des Österreichischen Frauenrings (ÖFR) nach einer finanziellen und rechtlichen Absicherung der Einrichtungen. „Statt einer Kürzung des Budgets braucht es ausreichend finanzielle Mittel, um die Angebote aufrecht erhalten zu können und Frauenhäuser, Gewaltschutzzentren und Frauenberatungsstellen weiter auszubauen“, so Schumann abschließend. 

 

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