Rendi-Wagner: „AUVA-Maßnahmenkatalog“ - Kurz und Strache zerstören mutwillig solidarische Gesundheitsversorgung in Österreich

„Bestandsgarantie“ der Regierung für AUVA-Einrichtungen ist offensichtlich nichts wert

Wien (OTS/SK) - Der heute bekannt gewordene „Maßnahmenkatalog“ der AUVA, der dazu dienen soll, die seitens Schwarz-Blau geforderten Budgetkürzungen zu erzielen, sind „ein Anschlag auf die Gesundheit der ÖsterreicherInnen und eine mutwillige Zerstörung der solidarischen Gesundheitsversorgung“, erklärte SPÖ-Gesundheitssprecherin Pamela Rendi-Wagner am Sonntag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. „Entgegen der Beteuerungen von Kurz, Strache und Hartinger-Klein kommt es nun offenbar doch zu radikalen Kürzungen bei medizinischen Leistungen und Schließungen von Unfallkrankenhäusern. Die SPÖ hat von Anfang an davor gewarnt, dass sich ein Volumen von 500 Millionen Euro – bei Verwaltungskosten in der Höhe von 90 Millionen Euro – nur mit einer kompletten Zerschlagung der Strukturen der AUVA auf Kosten von PatientInnen und Gesundheitspersonal erreichen lässt“, kritisiert Rendi-Wagner. ****

Im Maßnahmenkatalog ist von der Schließung von Standorten wie dem Lorenz-Böhler-Unfallkrankenhaus, dem Unfallkrankenhaus Kalwang, dem Rehazentrum „Weißer Hof“ über die Privatisierung der anderen UKHs bis hin zur Streichung der Unfallpräventionsberatung in Betrieben die Rede. „370.000 Patientinnen und Patienten werden pro Jahr in den Unfallkrankenhäusern, Traumazentren und Reha-Einrichtungen der AUVA von hochspezialisiertem Personal versorgt - diese Versorgung ist in Gefahr“, so Rendi-Wagner.

Das Papier bestätige, dass die befürchtete Privatisierung der Unfallkrankenhäuser – trotz zahlreicher Dementis - tatsächlich auf der Agenda von Schwarz-Blau steht. Die UKHs sollen in GmbHs umgewandelt und für privates Kapital geöffnet werden. „Irgendwann heißt es‚ Bankomatkarte statt E-Card‘ in den Unfallkrankenhäusern“, warnt Rendi-Wagner.

Als „fahrlässig“ beurteilt die SPÖ-Gesundheitssprecherin wie Spitzenmedizin und Know-How aus dem Land „förmlich vertrieben“ und funktionierende Strukturen zerstört werden. Das österreichische solidarische Gesundheitswesen wurde international stets als Vorzeigemodell bewundert, aber Schwarz-Blau arbeitet offenbar mit Hochdruck daran, dieses zu zerstören. „Die zunehmende Privatisierung wird zur Folge haben, dass in Zukunft nicht mehr alle Menschen den gleichen Zugang zu medizinischer Versorgung, unabhängig von Herkunft und Einkommen, haben werden“, so Rendi-Wagner. (Schluss) sl/lp

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