• 15.07.2018, 10:17:09
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Faßmann: Enormer Mehrwert der europäischen Forschungsförderung – bereits rund 925 Millionen Euro nach Österreich

Informeller Wettbewerbsrat in Wien mit erster Bestandsaufnahme zu „Horizon Europe“-Verhandlungen – FFG unterstützt gezielt

Utl.: Informeller Wettbewerbsrat in Wien mit erster Bestandsaufnahme
zu „Horizon Europe“-Verhandlungen – FFG unterstützt gezielt =

Wien (OTS) - In den kommenden beiden Tagen begrüßt Wissenschafts- und
Forschungsminister Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann seine
Amtskolleginnen und Amtskollegen sowie EU-Forschungskommissar Carlos
Moedas zum informellen Wettbewerbsrat in Wien. Im Mittelpunkt der
Gespräche werden dabei das 9. EU-Forschungsrahmenprogramm „Horizon
Europe“ (2021 – 2027) und der Europäische Forschungsraum (European
Research Area) stehen. „Europa hat ein überzeugendes Angebot, das
gilt insbesondere auch für die Bereiche Bildung, Wissenschaft und
Forschung“, betont der Minister. „Der enorme Mehrwert der
europäischen Forschungsförderung ist unumstritten“, so Faßmann. Ein
Teil dieses Mehrwerts lasse sich auch messen, verwies der Minister
auf neu vorliegende Daten zum aktuellen EU-Forschungsrahmenprogramm
„Horizon 2020“. Von den insgesamt zur Verfügung stehenden Mittel von
77,2 Milliarden Euro gingen bisher rund 32 Milliarden Euro an
Forscherinnen und Forscher in Europa und anderen teilnehmenden
Ländern. „Nach Österreich sind bereits rund 925 Millionen Euro
geflossen und wir sind unserem ambitionierten Ziel von 1,5 Milliarden
Euro wieder ein gutes Stück näher gerückt“, so der Minister.

„Österreich gehört zu den TOP-3 Ländern in ‚Horizon 2020‘“, verweisen
die beiden FFG-Geschäftsführer Dr. Henrietta Egerth und Dr. Klaus
Pseiner auf die Erfolgsquote für Beteiligungen, die bei 16,9 Prozent
und damit auch deutlich über dem Durchschnitt aller Staaten (14,7
Prozent) liegt. Es zeige sich auch, dass der Anteil an Förderzusagen
für Österreich (2,9 Prozent) über jenem aus dem vorigen
EU-Forschungsrahmenprogramm (2,6 Prozent) liege. Die heimischen
Hochschulen konnten seit 2014 336,5 Millionen Euro einwerben, die
Unternehmen 321,2 Millionen Euro und die außeruniversitären
Forschungseinrichtungen 208,7 Millionen Euro. Nach Programmen
betrachtet sind die Forschenden und Unternehmen in Österreich
insbesondere erfolgreich in ERC (European Research Council; 193,7
Millionen Euro), ICT (Informations- und Kommunikationstechnologien;
128,6 Millionen Euro) und Transport (105,5 Millionen Euro). Die FFG
unterstützt die Forschenden und Unternehmen als Nationale
Kontaktstelle gezielt mit einem umfassenden Informations- und
Beratungsangebot und stellt ihr Know-how auch während der
Ratspräsidentschaft zur Verfügung.

Die Europäische Kommission hat Anfang Juni ihren Vorschlag für
„Horizon Europe“ vorgelegt und es wird insbesondere auch an
Österreich liegen, diesen nun während der Ratspräsidentschaft
gemeinsam mit den anderen EU-Mitgliedsstaaten und weiteren Akteuren
mit Leben zu erfüllen. „Wir nutzen das informelle Treffen der
Ministerinnen und Minister für eine erste Bestandsaufnahme“, so
Faßmann. Die Ausgangsbedingungen seien mit Blick auf die im nächsten
EU-Mehrjahresbudget (2021 – 2027) vorgesehenen 100 Milliarden Euro
für Forschung und Innovation sehr gut. „Zudem bietet ‚Horizon 2020‘
eine solide Basis, auf der wir aufbauen und die Instrumente und
Maßnahmen entsprechend nachschärfen können, um weiterhin den gesamten
Forschungs- und Innovationskreislauf zu unterstützen und die
wissenschaftliche, wirtschaftliche und gesellschaftliche Wirkung der
europäischen Forschungsförderung weiter zu erhöhen“, betont Faßmann.
„Wir stehen guten Mutes am Beginn eines spannenden und ambitionierten
Weges und möchten die Verhandlungen zu ‚Horizon Europe‘ während
unseres EU-Vorsitzes so weit wie möglich voranbringen.“

Der Vorschlag der Europäischen Kommission für „Horizon Europe“ sieht
wie bereits „Horizon 2020“ drei Säulen vor: Säule I („Open Science“)
konzentriert sich auch künftig auf exzellente Wissenschaft,
maßgeblich durch Förderungen des Europäischen Forschungsrates (ERC).
Säule II legt den Fokus auf globale Herausforderungen und
industrielle Wettbewerbsfähigkeit und sieht u.a. „Missionen“ vor, um
Ziele mit hoher gesellschaftlicher Relevanz und eine verstärkte
Sichtbarkeit zu erreichen. Neu ist die Säule III („Open Innovation“),
sie soll insbesondere mit dem Europäischen Innovationsrat (EIC) dazu
beitragen, dass die EU bei bahnbrechenden marktschaffenden
Innovationen führend wird.

Weitere Informationen und Dokumente zu „Horizon Europe“
https://www.era.gv.at/directory/293
https://www.ffg.at/Europa/FP9

Beispiele erfolgreicher „Horizon 2020“-Projekte mit österreichischer
Beteiligung
https://www.ffg.at/Europa/Erfolgsgeschichten

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