• 14.07.2018, 11:22:32
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  • OTS0010

Wien-Landstraße: 16-Jähriger verschluckt Suchtgift – Einlieferung in „Schluckerzelle“

Wien (OTS) - Am 13. Juli 2018 um 19:10 Uhr befanden sich zwei
Polizisten der Bereitschaftseinheit auf dem Heimweg von ihrem Dienst.
Am Bahnsteig der S-Bahn in der Station Landstraße bemerkten die
beiden zwei, offenbar dem Suchtgiftmilieu zuordenbare, Männer (32
bzw. 48 Jahre alt), die sich laufend nervös umblickten und
Geldscheine in ihren Händen hielten. Als die S-Bahn einfuhr, kam ein
16-jähriger Tatverdächtiger auf die beiden zu, zwinkerte und deutete
ihnen mit einer Handbewegung, dass diese in den Zug einsteigen
sollen. Alle drei Männer und die beiden Beamten stiegen in denselben
Waggon ein. Dort konnten die Polizisten beobachten, wie die beiden
Käufer dem mutmaßlichen Dealer Geldscheine überreichten, kurz danach
verließen alle Tatverdächtigen den Zug in der Station Rennweg. Da bei
längerer Verfolgung eine Flucht der betroffenen Personen zu
befürchten war, stellten sich die beiden Polizisten in den Dienst und
hielten die drei Männer an. Plötzlich begann der 16-jährige
mutmaßliche Suchtgifthändler heftig zu schlucken. Auch konnten die
Beamten mehrere weiße kugelförmige Gegenstände in seiner Mundhöhle
erblicken, das Verschlucken jedoch nicht verhindern. Kurz darauf
setzte der Tatverdächtige mehrere Fluchtversuche, die von den
Polizisten jedoch unterbunden werden konnten – der Mann wurde noch an
Ort und Stelle festgenommen. Bei einem in weiterer Folge in einem
Krankenhaus durchgeführten CT konnten Fremdkörper im Magen bzw.
Darmbereich des Festgenommenen festgestellt werden. Ein
Journalstaatsanwalt verfügte die Inhaftierung in einer
„Schluckerzelle“. Insgesamt 120 Euro, die vermutlich von
Suchtgifthandel stammen, wurden sichergestellt.

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