Wien-Landstraße: 16-Jähriger verschluckt Suchtgift – Einlieferung in „Schluckerzelle“

Wien (OTS) - Am 13. Juli 2018 um 19:10 Uhr befanden sich zwei Polizisten der Bereitschaftseinheit auf dem Heimweg von ihrem Dienst. Am Bahnsteig der S-Bahn in der Station Landstraße bemerkten die beiden zwei, offenbar dem Suchtgiftmilieu zuordenbare, Männer (32 bzw. 48 Jahre alt), die sich laufend nervös umblickten und Geldscheine in ihren Händen hielten. Als die S-Bahn einfuhr, kam ein 16-jähriger Tatverdächtiger auf die beiden zu, zwinkerte und deutete ihnen mit einer Handbewegung, dass diese in den Zug einsteigen sollen. Alle drei Männer und die beiden Beamten stiegen in denselben Waggon ein. Dort konnten die Polizisten beobachten, wie die beiden Käufer dem mutmaßlichen Dealer Geldscheine überreichten, kurz danach verließen alle Tatverdächtigen den Zug in der Station Rennweg. Da bei längerer Verfolgung eine Flucht der betroffenen Personen zu befürchten war, stellten sich die beiden Polizisten in den Dienst und hielten die drei Männer an. Plötzlich begann der 16-jährige mutmaßliche Suchtgifthändler heftig zu schlucken. Auch konnten die Beamten mehrere weiße kugelförmige Gegenstände in seiner Mundhöhle erblicken, das Verschlucken jedoch nicht verhindern. Kurz darauf setzte der Tatverdächtige mehrere Fluchtversuche, die von den Polizisten jedoch unterbunden werden konnten – der Mann wurde noch an Ort und Stelle festgenommen. Bei einem in weiterer Folge in einem Krankenhaus durchgeführten CT konnten Fremdkörper im Magen bzw. Darmbereich des Festgenommenen festgestellt werden. Ein Journalstaatsanwalt verfügte die Inhaftierung in einer „Schluckerzelle“. Insgesamt 120 Euro, die vermutlich von Suchtgifthandel stammen, wurden sichergestellt.

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