ORF-Bezirksporträt „Mein Margareten“: Lanc, Pesata, Kristofics-Binder u. a. führen durch „ihr“ Grätzel

Am 15. Juli um 21.55 Uhr in ORF 2 – danach „Alltagsgeschichte: Holiday am Campingplatz“

Wien (OTS) - Nach dem Auftakt zur neuen Saison der beliebten ORF-Bezirksreihe mit „Mein Liesing“ steht am Sonntag, dem 15. Juli 2018, um 21.55 Uhr in ORF 2 nun die zweite neue Folge auf dem Programm. Diese streift durch den fünften Wiener Gemeindebezirk, unterstützt von vier Persönlichkeiten, die hier ihre Kindheits- und Jugendtage verbracht haben: Der ehemalige Minister Erwin Lanc, die Ex-Europameisterin im Eiskunstlauf, Claudia Kristofics-Binder, Gastronomin Helene Wanne und Autor Harald Pesata erzählen über „ihr“ Grätzel sowie tiefgreifende Veränderungen, die dieses in den vergangenen Jahrzehnten erfahren hat. Regisseur Chico Klein gestaltete auch diese ORF-Dokumentation, die Bezirksgeschichte und -geschichten auf gewohnt unterhaltsame Weise präsentiert.

Anschließend, um 22.55 Uhr, gibt es ein Wiedersehen mit einem weiteren Klassiker der ORF-Dokumentarreihe „Alltagsgeschichte“ von Elizabeth T. Spira, für die „Holiday am Campingplatz“ angesagt ist. In der 1990 entstandenen Produktion ist die Filmemacherin im ausgeborgten Wohnmobil unterwegs durch Österreich, Jugoslawien und Ungarn. Dort geht sie aus dem ironischen Blickwinkel einer Nicht-Camperin dem Massenphänomen Camping auf den Grund.

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Samt, in sündigem Rot, viel Patina und noch mehr unverfälschtes Flair der 1950er Jahre: Das Etablissement „Arena-Bar“ in Margareten ist seit Jahrzehnten eine Institution. Früher trat hier an bunten spanischen Themenabenden u. a. Österreichs einziger Torero auf – jetzt versammelt hier die jüngste Ausgabe der populären ORF-Bezirks-und -Städteporträts eine illustre Runde: Barbesitzerin Helene Wanne, die mit ihren 91 Jahren erlebt hat, wie sich das Gesicht des Bezirks immer wieder wandelte; der ehemalige Innen- und spätere Außenministerin Erwin Lanc, der in Margareten auch Bezirkspolitik betrieb, und die Europameisterin im Eiskunstlauf 1982, Claudia Kristofics-Binder, Margaretnerin in vierter Generation. Komplettiert wird die Runde vom urwienerischen Schriftsteller-Original Harald Pesata.

Der fünfte Wiener Gemeindebezirk ist aus sieben Teilen zusammengewachsen: Matzleinsdorf, Reinprechtsdorf, Laurenzergrund, Nikolsdorf, Hundsturm, Hunglbrunn und schließlich das namensgebende Margareten selbst.

„Am Hundsturm“ ist der eigentümliche Name jenes Viertels, dessen ursprünglicher Charakter weitgehend erhalten geblieben ist. Claudia Kristofics-Binder lebt hier in jenem großen Wohnhaus, das einst ihr Urgroßvater errichtet hat. Sie erlebt das Grätzel als zusehends boomend, jung, hip und urban – eine Frischzellenkur für den Bezirk.

Spätestens in den 1960er Jahren hielten die „neuen Zeiten“ Einzug in Margareten. Die alte Rauchfangkehrerkirche wurde unter erheblichem Anrainerprotest geschleift, weil sie von der Stadtpolitik als Verkehrshindernis betrachtet wurde. Der Neubau einen Steinwurf entfernt erinnert Harald Pesata an die Ästhetik des Wiener Hauptbahnhofs. 68 Meter hoch (inklusive Antenne) ragt das Matzleinsdorfer Hochhaus in den Himmel über Margareten – einst ein regelrechter Promiturm: Helmut Zilk residierte hier, Filmstar Albert Rueprecht und Gentleman-Reporter Heinz Fischer-Karwin.

Heiß umkämpft wurde das Gebäude des ehemaligen Jugendzentrums Gassergasse, das schließlich nach Randalen und Razzien ebenfalls geschleift wurde. Aufwendig und detailgetreu renoviert wurde indes das Viertel rund um das sogenannte Schlossquadrat, das eine beliebte Ausgehmeile in Wien ist.

„Mein Margareten“ ist eine Produktion des ORF, hergestellt von Felix Breisach Medienwerkstatt.

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