• 10.07.2018, 18:33:07
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  • OTS0164

Spitzenforschung mit Supercomputern

Österreich ist Mitglied des europäischen Netzwerks PRACE, wodurch Forschende Zugang zu europäischen Hochleitungsrechnern bekommen

Utl.: Österreich ist Mitglied des europäischen Netzwerks PRACE,
wodurch Forschende Zugang zu europäischen Hochleitungsrechnern
bekommen =

Wien/Brüssel (OTS) - Österreich ist ab morgen, dem 11. Juli 2018,
Mitglied des europäischen Supercomputing-Netzwerks „Partnership for
Advanced Computing in Europe" (kurz: PRACE). Damit erhalten
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Österreich Zugang zu
Hochleistungsrechnern in ganz Europa, die vor allem in der
Klimaforschung, der Astrophysik, den Materialwissenschaften sowie den
Lebens- und Energiewissenschaften eingesetzt werden.

Hochleistungsrechner ermöglichen Spitzenforschung
Hochleistungsrechner werden in der Spitzenforschung eingesetzt, um
hochkomplexe, datenintensive Fragen der Grundlagenforschung, der
Technik, aber auch um aktuelle, globale und regionale Fragen über
gesellschaftsrelevante Themen beantworten zu können. Sie sind
imstande, binnen von Sekunden millionenfache Rechenprozesse über
tausende von Prozessoren parallel durchzuführen. Deshalb kann man
diese Hochleistungsrechner - oder im englischen „high performance
computer“ - als „Formel 1“ unter den Computern bezeichnen. Zudem
werden sie für Simulationen verwendet, wenn das Durchführen realer
Experimente zu gefährlich oder zu teuer wäre oder aus anderen Gründen
nicht durchführbar ist.

Österreich kann Supercomputer, wie sie nun unter PRACE zugänglich
sind, beispielsweise für Wetter- und Klimasimulationen, in der
Strömungsmechanik und in der medizinischen Forschung anwenden. Das
ermöglicht etwa bessere Vorhersagen über Auswirkungen des
Klimawandels zu treffen oder die Energieeffizienz und die
Lärmentwicklung von Wasser- und Windkraftanlagen genauer zu
berechnen. Schließlich werden Hochleistungscomputer auch in der
Medizin etwa für die Simulation des menschlichen Herzens eingesetzt.
Sie sind imstande, die Wechselwirkungen der Mechanik des Herzmuskels,
die Strömung des Blutes und die elektrische Erregung gleichermaßen zu
berücksichtigen.

Internationale Forschungszusammenarbeit über PRACE
Grundsätzlich verfügt Österreich bereits über zwei
Hochleistungscomputer: den Vienna Scientific Cluster (VSC), der von
den Universitäten Wien und Innsbruck sowie den Technischen
Universitäten Wien und Graz sowie der Universität für Bodenkultur
betrieben wird. Und MACH 2, den Hochleistungsrechner der
Johannes-Kepler-Universität in Linz und des Research Institute for
Symbolic Computation (RISC).

Mit der Aufnahme ins Super-Computing Netzwerk PRACE stehen
Forschenden nun noch schnellere und leistungsstärkere Maschinen zur
Verfügung, mit denen sich noch komplexere, wissenschaftliche
Fragstellungen beantworten lassen. Es ist ein Zwischenschritt, bis
2020 das EURO-HPC, das europäische „high-performance computing power“
– Netzwerk aus der Taufe gehoben wird. Dessen Ziel ist, gemeinsam
einen noch potenteren Hochleistungscomputer zu betreiben, um im
wissenschaftlichen Wettbewerb mit den USA und Asien im Spitzenfeld
mitmischen zu können.

Das Super-Computing Infrastruktur Netzwerk PRACE mit Sitz in Brüssel
gibt es seit 2011. PRACE ermöglicht nicht nur Spitzenforschung, über
seine sechs PRACE-Trainingszentren erhalten junge
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler darüber hinaus Schulungen
und Fortbildungen, um die Hochleistungsrechner tatsächlich verwenden
zu können.

Formal ist Österreich im PRACE-Netzwerk nun über das ACOnet, das
Austrian Academic Computer Network, vertreten, dem neben
Universitäten auch zahlreiche Fachhochschulen, Bundesministerien und
zahlreiche andere Organisationen angehören. Es wird vom Zentralen
Informatikdienst der Universität Wien in Kooperation mit
ACOnet-Teilnehmern in ganz Österreich betrieben.

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