- 09.07.2018, 15:56:53
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Die Vielfalter sind wieder unterwegs
LR Rauch: Ehrenamt trifft Umweltschutz
Utl.: LR Rauch: Ehrenamt trifft Umweltschutz =
Frastanz (OTS) - (VLK) – 13 ehrenamtlich engagierte Personen aus
Österreich und Deutschland setzen sich im Rahmen der vierten
Vielfalterwoche von 15. bis 21. Juli 2018 für Vorarlbergs
Europaschutzgebiete ein und leisten damit einen Beitrag zum Erhalt
der Vorarlberger Naturschönheiten. „Ehrenamt trifft Umweltschutz“,
sagte Umweltschutzlandesrat Johannes Rauch beim heutigen (Montag)
Pressegespräch im Frastanzer Ried. Heuer finden erstmals auch
eintägige Arbeitseinsätze in den Europaschutzgebieten statt.
Die freiwilligen „Vielfalter“ erleben dabei hautnah, wie viel
Arbeit Landwirte, Älpler, Forstleute, Jäger und viele andere jedes
Jahr für die Erhaltung unser Natur- und Kulturlandschaft leisten.
„Nach dem Erfolg und positiven Feedback der letzten Jahre freuen wir
uns umso mehr auf die vierte Vielfalterwoche“, so Johanna Kronberger,
Biologin und Mitorganisatorin der Vielfalterwoche. Gefördert wird die
Vielfalterwoche durch den Naturschutzfonds der Vorarlberger
Landesregierung, das Österreichische Ökologie Institut in Bregenz
übernimmt wie bisher die Koordination und Projektabwicklung. Die
RegionsmanagerInnen der Europaschutzgebiete und die
Naturschutzvereine Verwall-Klostertaler Bergwälder sowie Rheindelta
organisieren die Arbeitseinsätze in den Gebieten.
Neu 2018: Vielfaltertage
Neben der Vermittlung von Hintergrundwissen stehen auch praktische
Fähigkeiten auf dem Programm, beispielsweise ein Kurs im Sensenmähen
und Dengeln. Heuer finden zum ersten Mal auch eintägige
Arbeitseinsätze in den Europaschutzgebieten statt. „Zusätzlich zur
Vielfalterwoche möchten wir einzelne Vielfaltertage anbieten, damit
auch jene mitanpacken können, die sich keine Woche frei nehmen
können. Die Nachfrage in den letzten Jahren lässt uns auf eine rege
Teilnahme hoffen. Wir freuen uns über jede helfende Hand“, so Romana
Steinparzer, Natura 2000-Regionsmanagerin für die Region Walgau –
Großes Walsertal – Arlberg, die den ersten Vielfaltertag im
Europaschutzgebiet Frastanzer Ried koordiniert.
Im Mittelpunkt des Arbeitseinsatzes steht das Goldrutenmanagement
in den Streuwiesen. Die Freiwilligen, die Marktgemeinde Frastanz und
das Regionsmanagement entfernen dabei invasive Neophyten wie
Goldrute, Japanknöterich und Springkraut aus den Riedflächen, damit
die große Vielfalt erhalten bleibt. „Die Goldrute breitet sich in den
Riedwiesen immer weiter aus und vermindert nicht nur die
Artenvielfalt, sondern auch die Streuequalität. Wir sind dankbar,
dass sich auch die Bevölkerung an der handarbeits- und zeitintensiven
Bekämpfung von Neophyten beteiligt,“ sagte Josef Mock, Obmann der
Riedgenossenschaft.
„Der Marktgemeinde Frastanz ist die Erhaltung des Frastanzer
Riedes als Naturjuwel ein besonderes Anliegen. Deshalb beteiligen wir
uns tatkräftig am Goldrutenmanagement im Ried und freuen uns, dass
sich die Landwirte an der Aktion beteiligen und ebenso viele
Ehrenamtliche in ihrer Freizeit mithelfen“, betonte Bürgermeister
Eugen Gabriel.
Alles Wissenswerte rund um die Vielfalterwoche ist auf
www.vielfalterwoche.at abrufbar.
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