• 09.07.2018, 13:23:54
  • /
  • OTS0090

Schnabl/Königsberger-Ludwig: Schwarz-Blau opfert Sozialstaat ihren eigennützigen Interessen

Aus für Kundennähe und Serviceleistungen der NÖGKK in den Bezirken

Utl.: Aus für Kundennähe und Serviceleistungen der NÖGKK in den
Bezirken =

St. Pölten (OTS) - „Die Verwaltungskosten der österreichischen
Krankenkassen betragen 2,8 Prozent. Das schwarz-blaue Sparvolumen von
einer Milliarde Euro ist höher als die gesamten Verwaltungskosten der
Gebietskrankenkassen. Nun zeigen sich bereits – wie von uns
befürchtet – erste eingeschränkte Service- und Leistungsangebote“,
erklärt SPÖ NÖ Landesparteivorsitzender LHStv. Franz Schnabl: „Damit
gefährdet unsere asoziale Bundesregierung die Versorgungssicherheit
und opfert damit den gesamten Sozialstaat ihren eigennützigen
Interessen.“

„Die Kundennähe wird eingeschränkt, in dem kein Fachpersonal mehr
gefunden werden kann, weil jeder qualifizierte Arbeitsplatz ein
Ablaufdatum im Jahr 2019 hat. Zudem können anstehende Bauprojekte
nicht realisiert werden, die aber wichtig sind, um vor Ort in den
Regionen bzw. Bezirken Serviceleistungen anbieten zu können“, sagt
Schnabl. Wenn die NÖGKK bei ihren Immobilien nur eine laufende
Instandhaltung beschließen dürfen, dann bedeutet das das Aus für
anstehende Neubauten in Horn, Neunkirchen und Waidhofen an der Ybbs,
auch der bereits beschlossene Bau des Service-Centers in Pöchlarn
könnte gefährdet sein, wie die NÖGKK bereits kommuniziert hat. Zudem
können durch den Aufnahmestopp und damit reduziertem Personalstand
viele zeitintensive Beratungen nicht mehr angeboten werden. „Die
Folge sind lange Anfahrtswege für kranke Menschen, für Mütter mit
ihren Babys oder auch für Menschen, die Unterstützung und Hilfe
brauchen. Diesen Menschen wird nun zugemutet, stundenlang unterwegs
zu sein, lange Warte- und Bearbeitungszeiten in Kauf zu nehmen, damit
sie die Leistungen der NÖGKK in Anspruch nehmen können, die sie
bislang vor Ort erhalten haben“, hält Schnabl fest: „Das ist das Aus
für kundenorientierten Service in den Bezirken. Der Regierung geht es
offenbar nur um Macht, Geld und Einfluss – nicht um die
PatientInnen.“

Zwt.: Sparkurs bei den Ärzten ist fahrlässig
„Wir haben die Verpflichtung, dass die bestmögliche und eine
hochqualitative Versorgung für die Menschen aufrechterhalten wird –
aber nun geraten viele Präventionsprogramme und Serviceleistungen zum
Nachteil der Gesundheit und der Menschen in den Regionen in Gefahr“,
sagt die stv. SPÖ NÖ Landesparteivorsitzende, Landesrätin Ulrike
Königsberger-Ludwig.

Sie kritisiert, dass die Regierung Unsicherheit sowohl bei den
Versicherten, als auch bei den ÄrztInnen hervorruft: „Gespart werden
soll auch bei den Honorierungen durch das ‚Sparprogramm‘ von
Schwarz-Blau – das wird aber eine Verschlechterung bei der ärztlichen
Versorgung nach sich ziehen und so werden Gesundheitsleistungen immer
mehr zu Privilegien für Besserverdiener. Das ist fahrlässig, auch
weil bekannt ist, dass es in manchen Regionen bzw. Orten schwierig
ist, Vertragsärzte zu finden. Damit beschwört Schwarz-Blau ganz
bewusst Engpässe in der ärztlichen Versorgung herauf.“

Schwarz-Blau agiert verantwortungslos
„Schwarz-Blau agiert verantwortungslos und fahrlässig – und das nur,
weil Konzerne und Unternehmen ihre Gegenleistungen für die
Finanzierung der Regierung einfordern und die ArbeitnehmerInnen
geschwächt werden sollen. Was wir brauchen, ist kein Sparprogramm in
einem Bereich, in dem es nur bei den Versicherten Sparpotential gibt
– was wir brauchen, ist ein Gesundheitsprogramm, das auf die
dringenden Herausforderungen im Gesundheitswesen die richtigen
Antworten gibt – wie beispielsweise den Mangel an
AllgemeinmedizinerInnen in manchen Regionen bzw. FachärztInnen in
bestimmten Fächern, die Problematik in der Pflege, die Stärkung von
Prävention und Gesundheitsförderung sowie Maßnahmen zur Erhöhung der
Studienplätze in Medizin“, erklären Schnabl und Königsberger-Ludwig
abschließend.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NSN

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel