• 05.07.2018, 10:14:01
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  • OTS0047

"Kostbar und schützenswert: Boden in Niederösterreich"

"Österreich-Bild am Sonntag", 8. Juli 2018 um 18.25 Uhr in ORF 2

Utl.: "Österreich-Bild am Sonntag",
8. Juli 2018 um 18.25 Uhr in ORF 2 =

St. Pölten (OTS) -

Täglich werden in Österreich rund 20 Hektar Bodenfläche verbaut –
das entspricht einer Größe von 30 Fußballfeldern. Setzt sich die so
genannte Versiegelung des Bodens in diesem Ausmaß weiter fort, ist in
200 Jahren die gesamte Agrarfläche Österreichs zubetoniert.

Ein „Österreich-Bild am Sonntag“ aus dem ORF Landesstudio
Niederösterreich (Gestaltung: Andi Leitner, Wh. aus dem Jahr 2016)
dokumentiert die ökologischen und wirtschaftlichen Auswirkungen der
Errichtung weiterer Einkaufszentren, Industriehallen oder
Siedlungsbauten auf den Boden: Landschaften werden zerschnitten,
Ortskerne veröden. Der Rückgang der Landwirtschaft führt darüber
hinaus zu einer weiteren Zersiedelung der Regionen – und zu erhöhten
Aufwendungen der Gemeinden für die Infrastruktur.

Dem entsprechend groß sind die Herausforderungen für die regionale
Raumplanung: Sie setzt verstärkt auf die Revitalisierung
leerstehender Gebäude und Flächen – den so genannten Brachen. Der
TV-Film zeigt am Beispiel Niederösterreichs, wie nachhaltige
Bodenbewirtschaftung funktionieren kann und die Lebensgrundlagen für
die Zukunft gesichert werden:

So nutzt Mistelbach im Weinviertel die NÖ
Flächenmanagement-Datenbank für eine geordnete Stadtentwicklung, bei
der der quantitative Bodenschutz gewährleistet wird. In Krummnußbaum
an der Donau wiederum soll nach dem Prinzip „Innen- vor
Außenentwicklung“ ein vitales Ortszentrum geschaffen werden.

Nicht zuletzt ist Tulln an der Donau ein überzeugendes Beispiel
für umweltbewussten und zukunftsorientierten Umgang mit den
wertvollen Boden-Ressourcen. Für die vielfältigen Bemühungen wurde
die Stadt u.a. mit dem „Österreichischen Bodenschutzpreis“ und dem
Europäischen Klimaschutzpreis „Climate Star“ ausgezeichnet.

Eine zunehmende Gefahr für die Ertragsfähigkeit von Böden und
deren Fähigkeit, Wasser zu speichern, ist die Bodenerosion. Auch sie
gefährdet in letzter Konsequenz die Nahrungsmittelkette: Denn ohne
gesunde Böden gibt es keine gesunden Nahrungsmittel...

Auch hier zeigt das „Österreich-Bild am Sonntag“ beispielhafte
Initiativen, etwa einen Biobauern in der Region Wagram östlich von
Krems: Er erzeugt mithilfe eines Regenwurmstalls organischen
Biodünger.

Wie dieser Landwirt haben sich in Niederösterreich insgesamt
41.000 bäuerliche Betriebe der Bodenschonung und dem Ressourcenschutz
verschrieben. Und auch Landwirtschaftsschulen wie der Bildungshof
Gießhübl in Amstetten widmen sich in ihren Aus- und
Weiterbildungsprogrammen der nachhaltigen Bewirtschaftung.

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