Nationalrat - Stöger/Kucher: Regierung blendet soziale Aspekte der Digitalisierung aus

Regierung schafft mit Digitalisierungsagentur Doppelgleisigkeiten

Wien (OTS/SK) - Die SPÖ-Abgeordneten Alois Stöger und Philip Kucher vermissen in der Digitalisierungsdebatte die soziale Komponente: „Es geht nicht nur um die technischen Fragen, sondern auch um Auswirkungen die die Digitalisierung auf das Leben der Menschen hat“, so Philip Kucher. Er bringt das Beispiel einer Bankangestellten, die im Zuge der Digitalisierung ihren Job verloren hat. Sie habe jetzt Schwierigkeiten eine Weiterbildung bzw. Umschulung zu finanzieren. Alois Stöger betont, dass man die arbeitenden Menschen sozialpartnerschaftlich an der Gestaltung der Zukunft mitwirken lassen müsse: „Wir haben die Plattform Industrie 4.0 gemeinsam mit Gewerkschaften und mit Unternehmern organisiert.“ Es gebe Fragen, auf die nur gemeinsam Antworten gefunden werden können: Wie verändern sich die Arbeitsbedingungen? Was muss sich bei der Aus- und Weiterbildung verändern? Wie gehen Menschen damit um, die körperlich und geistig Schwierigkeiten haben anzuschließen? ****

Kritik gibt es von Philip Kucher auch an der geplanten Digitalisierungsagentur. Hier würden unnötige Doppelgleisigkeiten geschaffen. „Für die eigenen Strukturen scheint für diese Regierung Geld keine Rolle zu spielen.“

Stöger erinnert an die Errungenschaften der SPÖ-geführten Regierung im Bereich der Digitalisierung: „Wir haben Pilotfabriken ermöglicht, Forschungsstipendien und Stiftungsprofessuren eingeführt und die Plattform Industrie 4.0 organisiert.“ Auch die Breitbandmilliarde sei ein Verhandlungserfolg der SPÖ gewesen. (Schluss) mr/ew/mp

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