- 04.07.2018, 10:56:38
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ÖAMTC: Pannenstreifenfreigabe ist kein Allheilmittel gegen Staus
Baldiges Inkrafttreten der 29. StVO-Novelle macht Pannenstreifenfreigabe möglich
Utl.: Baldiges Inkrafttreten der 29. StVO-Novelle macht
Pannenstreifenfreigabe möglich =
Wien (OTS) - Heute wurde seitens des Bundesministers für Verkehr
sowie der ASFINAG die temporäre Freigabe des Pannenstreifens auf
einem kurzen Teilstück der A4 in Fahrtrichtung Flughafen präsentiert.
Der ÖAMTC sieht im Pilotprojekt einen interessanten Testlauf, warnt
allerdings vor zu großen Erwartungen, weil eine Umsetzung nicht an
vielen Stellen in Österreich möglich bzw. sinnvoll wäre. "Klassische
'Staustrecken' in städtischen Bereichen haben oftmals keinen oder
viel zu schmale Pannenstreifen. Außerdem sind die Abfolgen der
Anschlussstellen sehr dicht – das würde Umbauten der Beschleunigungs-
und Verzögerungsstreifen notwendig machen, da sonst ein Ein- oder
Ausfädeln nicht möglich wäre", erklärt ÖAMTC-Experte Nikolaus
Authried.
Der Mobilitätsclub begrüßt die Ankündigung, dass durch die
Pannenstreifenfreigabe notwendige Ausbauten der Infrastruktur nicht
ersetzt werden. Der ÖAMTC hat immer darauf hingewiesen, dass bei
häufig überlasteten Abschnitten eine bauliche Lösung unumgänglich
ist. "Pannenstreifen leisten einen wichtigen Beitrag zur
Verkehrssicherheit und dürfen daher nicht dauerhaft dem Verkehrsfluss
geopfert werden. Eine Freigabe des Pannenstreifens kann nur eine
temporäre Notlösung sein", betont Authried.
29. StVO-Novelle bringt auch neue Verkehrszeichen
Möglich wird die Pannenstreifenfreigabe durch die 29. StVO-Novelle.
In wenigen Tagen tritt diese Neuerung der Straßenverkehrsordnung in
Kraft. Sie bringt neben den Voraussetzungen zur
Pannenstreifenfreigabe auch vier neue Verkehrszeichen mit sich. Diese
zeigen mit weißen Pfeilen auf blauem Hintergrund – ähnlich den
bereits bestehenden Hinweiszeichen über einen speziellen
Fahrstreifenverlauf – einen zum Befahren freigegebenen Pannenstreifen
an, eventuell mit Entfernungsangaben. Erkennbar ist ein zum Befahren
freigegebener Pannenstreifen aber primär an der
Fahrstreifensignalisierung. "Sieht man einen grünen Pfeil über dem
Pannenstreifen, ist er frei, sieht man ein rotes 'X', ist er gesperrt
und ist gegebenenfalls sofort zu verlassen", so Authried
abschließend.
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