• 01.07.2018, 17:45:51
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  • OTS0045

Amtseinführung des neuen St. Pöltner Bischofs Alois Schwarz

LH Mikl-Leitner: „Ein guter Hirte, der die christliche Botschaft in Wort und Tat lebt“

Utl.: LH Mikl-Leitner: „Ein guter Hirte, der die christliche
Botschaft in Wort und Tat lebt“ =

St. Pölten (OTS/NLK) - Im Zuge der offiziellen Amtseinführung im St.
Pöltner Dom übernahm Alois Schwarz heute, Sonntag, den Bischofsstab
der Diözese St. Pölten von seinem Vorgänger, Klaus Küng. Nach dem
Verlesen der päpstlichen Ernennungsbulle durch Ordinariatskanzler
Gottfried Auer und der Übergabe des Hirtenstabes nahm Alois Schwarz
erstmals auf der Kathedra – dem Bischofssitz – Platz und ist damit
der 18. Bischof der Diözese St. Pölten.

„Ein herzliches Willkommen“, sagte Landeshauptfrau Johanna
Mikl-Leitner in ihrer Rede im Anschluss an die offizielle
Amtseinführung dem neuen Bischof. Dieser Gruß solle ein „weithin
hörbares Signal sein“, betonte die Landeshauptfrau: „Ein Signal für
den gegenseitigen Respekt, den partnerschaftlichen Umgang und das
Miteinander von Diözese und Land.“ Alois Schwarz sei „einer, der
Niederösterreich kennt und liebt“, so Mikl-Leitner: „Mit dem heutigen
Tag kehrt ein Niederösterreicher nach Niederösterreich zurück. Die
Familie Niederösterreich heißt ihren Bischof herzlich willkommen“.

Alois Schwarz sei „eine unglaublich starke Persönlichkeit“, so
Mikl-Leitner: „Er ist ein Mensch, der das Miteinander in den
Vordergrund stellt. Eine Persönlichkeit, die sich auszeichnet durch
Geradlinigkeit, Klarheit und Konsequenz in der Entscheidung.“ Alois
Schwarz sei „ein guter Hirte“, der „die christliche Botschaft in Wort
und Tat lebt“, betonte sie: „Wer im Lärm der heutigen Zeit gehört
werden will, der braucht eine klare und starke Stimme. Der braucht
Wissen und Gewissen, der braucht Sachkenntnis und Menschenkenntnis.“

Zahlreiche kirchliche und weltliche Würdenträger und
Repräsentanten nahmen an der Festmesse teil, allen voran der
Apostolische Nuntius Erzbischof Peter Stephan Zurbriggen und
Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka. Als Hauptzelebranten der
Festmesse wirkten Bischof Klaus Küng (vor der Amtsübergabe) und
Bischof Alois Schwarz (nach der Amtsübergabe), als Konzelebranten die
Erzbischöfe Christoph Kardinal Schönborn (Wien) und Franz Lackner
(Salzburg), die Bischöfe Manfred Scheuer (Linz) und Ägidius
Zsifkovics (Eisenstadt) sowie der St. Pöltner Weihbischof Anton
Leichtfried. Insgesamt fanden sich 21 Bischöfe, zehn Äbte und fünf
(General-)Oberinnen zur Festmesse ein. Seitens des Landes nahmen
neben der Landeshauptfrau unter anderem auch die beiden
LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und Franz Schnabl an der
offiziellen Amtseinführung teil.

„Mit Freude und Dankbarkeit“ übergebe er heute „den Hirtenstab der
Diözese St. Pölten in die Hände des Nachfolgers“, sagte der
scheidende Bischof Klaus Küng in seinen Worten zu Beginn der
Festmesse.

Nachfolger Alois Schwarz zeigte sich „dankbar für das Vertrauen,
die Freude und das Gebet“. In seiner Predigt betonte er: „Ich
versichere Ihnen, ich werde mich mit all meinen Kräften für die
Kirche und die Menschen in diesem Land einsetzen“. Der neue Bischof
dankte seinem Vorgänger Klaus Küng: „Ich darf ernten, was du gesät
hast“. Er danke „allen, die dem Bischof treu zur Seite standen“,
nannte Schwarz u. a. den Weihbischof, den Generalvikar, die Äbte, die
Priester, die kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die
6.500 Pfarrgemeinderäte, die er als „Hoffnungsträger in den Pfarren“
bezeichnete. Er sei „einer, der auf die Menschen schaut und ob er mit
den Menschen Gott entdecken kann“, so Schwarz: „Und dann schauen wir
zusammen in die Welt.“ Er wolle als Bischof „ein Hörender“ sein, und
er wolle „auf die Menschen in der Welt von heute zugehen“, betonte
er.

Neben der Landeshauptfrau ergriffen nach der Festmesse als weitere
Redner der Apostolische Nuntius Peter Stephan Zurbriggen, der
evangelische Superintendent Lars Müller-Marienburg und die
Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Anna Rosenberger das
Wort. Bischof zu sein bedeute, „das Werk Christi durch alle Zeiten
fortzusetzen“, betonte der Nuntius. Der Superintendent meinte: „Wir
brauchen den Austausch untereinander und das Miteinander einstehen
für unsere gemeinsame Sache“. Rosenberger, die stellvertretend für
die Diözese St. Pölten die Willkommensworte an den neuen Bischof
sprach, meinte: „Wir freuen uns über und auf unseren neuen Bischof.“

Die Festmesse wurde vom Domchor, der Domkantorei, dem
Jugendensemble des Domes und dem Domorchester unter der Leitung von
Otto Kargl musikalisch gestaltet. An der Metzlerorgel spielte
Domorganist Ludwig Lusser. Zur Kommunion sang der Kinderchor „Singing
Valenteenies“ aus der Pfarre St. Valentin.

Alois Schwarz wurde am 14. Juni 1952 in Hollenthon geboren und
wuchs im landwirtschaftlichen Betrieb seiner Eltern auf. Von 1958 bis
1962 besuchte er die Volksschule in Hollenthon, danach von 1962 bis
1970 das Humanistische Gymnasium der Erzdiözese Wien in Sachsenbrunn.
Nach der Matura trat Schwarz in das Wiener Priesterseminar ein und
studierte an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität
Wien. Am 29. Juni 1976 empfing er die Priesterweihe. Anschließend war
er bis 1978 Kaplan in der Pfarre Gloggnitz. 1981 promovierte Schwarz
zum Doktor der Theologie. Von 1983 bis 1992 war er Pfarrer in
Krumbach, im September 1987 wurde er Leiter des Pastoralamtes der
Erzdiözese Wien. Von 1997 bis 2001 war er Weihbischof der Erzdiözese
Wien, von 2001 bis 2018 Bischof der Diözese Gurk.

Im Gebiet der Diözese St. Pölten leben 496.645 Katholiken, das
sind ungefähr 70 Prozent der Gesamtbevölkerung. In 20 Dekanaten sind
422 Pfarren organsiert, davon 81 Pfarren in 20 Pfarrverbänden.

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