GPA-djp-Teiber: Bundesregierung will Lehrlinge ausbeuten statt ausbilden

40.000 Lehrlinge über 18 von 12-Stunden-Arbeitstag betroffen

Wien (OTS) - Barbara Teiber, gf. Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) stellt sich hinter Susanne Hofer, Vorsitzende der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ), die vor den Gefahren der geplanten 12-Stunden-Arbeitstagsregelung für Lehrlinge warnt. „Die Lehre ist ein Ausbildungs-, kein Dienstverhältnis. Es ist völlig unverständlich, warum 40.000 Lehrlinge über 18 künftig auch 12 Stunden am Tag, 5 Tage die Woche arbeiten sollen“, so Teiber.++++

„Dieser Gesetzesentwurf ist unausgegoren und offenbar in einer Husch-Pfusch-Aktion entstanden“, kommentiert Teiber die mangelnde Begutachtung und das Fehlen von Sozialpartnerverhandlungen im Vorfeld. „Wären die ArbeitsrechtsexpertInnen der Gewerkschaften einbezogen gewesen, dann hätte die Bundesregierung gewusst, dass dieser Entwurf zur Ausbeutung von Lehrlingen führen kann.“

Gleichzeitig hat die Bundesregierung vor, die Jugendvertrauensräte, also die demokratische Vertretung der Lehrlinge im Betrieb, abzuschaffen. „Hier sollen Lehrlinge offenbar mundtot gemacht werden. Die Pläne dieser Regierung zeugen von großer Respektlosigkeit gegenüber Lehrlingen, so soll die Zukunft junger Menschen nicht aussehen“, so Teiber abschließend.

Der ÖGB und die Gewerkschaften betreiben eine Info-Hotline zum 12-Stunden-Arbeitstag. Sie ist erreichbar unter 0800 22 12 00 60.

Demo „Nein zum 12-Stunden-Tag“ am 30. Juni in Wien – alle Infos, Materialien, Unterlagen: www.neinzum12stundentag.at

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