• 27.06.2018, 10:22:14
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Mit Ö1 durch den Sommer: „Beat Generation“, „Europäische Landschaften“, „Musiklexikon“, „Die Geschichte der Ersten Republik“

Wien (OTS) - Zusätzlich zu den musikalischen Highlights stehen ab
Juli auch wieder spezielle Sommerserien auf dem Programm von Ö1. Das
Spektrum reicht von Erich Kästners „Notabene 45“ über das
Klassik-Wunschkonzert „Tolle Titel – starke Stücke“ bis zu „Die
Abenteuer des braven Soldaten Schwejk“.

Vom Ende des Zweiten Weltkriegs handelt eine neunteilige Ö1-Serie
diesen Sommer: „Notabene 45“, Erich Kästners literarisches Tagebuch
im zusammenbrechenden „Dritten Reich“. Die letzten Monate desselben
hat der ironisch-distanzierte Beobachter im Tiroler Zillertal erlebt.
Seit 26. Juni sind jeweils dienstags um 16.45 Uhr Auszüge aus diesen
Tagebuchaufzeichnungen Erich Kästners, begleitet von journalistisch
kompakt aufbereiteten zeithistorischen Dokumenten und Berichten, von
Originaltönen aus jenen Tagen und von Erich Kästner selbst, zu hören.

Ab 1. Juli sind sonntags um 13.10 Uhr zehn Ausgaben von „Tolle
Titel – starke Stücke“ zu hören – ein Klassik-Wunschkonzert mit
Klassik-Hits, eine Möglichkeit, Lieblingsstücke wieder zu hören und
sie auch mit anderen zu teilen. Im Rahmen von „Tolle Titel – Starke
Stücke“ können sich die Hörer/innen Musik wünschen, die ihnen viel
bedeutet, auf die sie andere aufmerksam machen wollen, oder die für
sie mit einem unvergesslichen Erlebnis verknüpft ist. Die Wünsche der
Hörer/innen werden gesammelt, die damit verbundenen Geschichten
verlesen. Die Lieblingsstücke können ab sofort an [email protected]
gemailt oder unter der Telefonnummer 0800/40 05 55 kostenlos aus ganz
Österreich auf Band gesprochen werden.

Ebenfalls am 1. Juli starten die „Tonspuren“ (sonntags, 20.15 Uhr;
Wh.: dienstags, 16.05 Uhr) die Sommerreihe „Beat Generation“. Sie
wollten schneller als die anderen leben und sie wollten ausbrechen,
ohne zu wissen, wohin: die Beatniks. Eine kleine Gruppe von Autoren,
die für anti-reglementarische Werte, mystische Loslösung und
materielle Einfachheit eintraten. Einen Sommer lang erinnern die
Tonspuren an die Poesie und die Posen einer Generation, die das
wilde, ungezügelte Leben feierte und sich jedem Anpassungsdruck
widersetzen wollte. Ein Portrait des Verlegers Lawrence Ferlinghetti,
dessen „City Lights“-Buchhandlung zu einem Zentrum der Beat-Bewegung
wurde, macht den Anfang des „Tonspuren“- Sommerschwerpunktes
(1./3.7.). Es folgt ein akustisches Roadmovie mit Jack Kerouacs „On
the Road“, der Bibel der Beat Generation, von Chicago nach San
Francisco (8./10.7.). Nach Allen Ginsberg, „der Mann, der den Atem
beobachtete“ (15./17.7.), ist ein Portrait der „Göttin der Beat
Generation“, Ruth Weiss, zu hören (22./24.7.), danach „Kann Lyrik die
Welt retten?“, ein Feature über den Poeten und Umweltaktivisten Gary
Snyder (29./31.7.). Im August stehen zunächst die multimedialen
Arbeiten des Skandal-Autors William Burroughs auf dem Programm
(7.8.). Es folgt eine Reise nach Tanger zu Paul Bowles, zu dem alle
wichtigen Dichter der „geschlagenen Generation“ pilgerten, gefolgt
von einem Beat-Autor, der als Bohemien eine Brücke zur
Arbeiterbewegung schlagen wollte: Kenneth Rexroth (19./21.8.). Den
Abschluss bildet das Feature „On the Bus“, ein Portrait über einen
Autor, der den Übergang zur nachfolgenden psychedelischen Bewegung
repräsentiert und auch inhaltlich einen Abschluss der Beat Generation
verkörpert: Ken Kesey, der Autor von „Einer flog über das
Kuckucksnest“ (26./28.8.).

Das Reisemagazin „Ambiente“ besucht ab 15. Juli (sonntags, 10.05
Uhr) in sieben Ausgaben „Europäische Landschaften“. Zum Auftakt geht
es unter dem Titel „Wilde Küsten, weite Strände, unverfälschte Natur
und Singing Pubs“ in den Nordwesten Irlands. Weiter geht es mit „Im
Bauch Italiens“, einem kulinarisch-kulturellen Streifzug durch die
Emilia-Romagna, die reichste, produktivste und landwirtschaftlich
fruchtbarste Region des Landes, (22.7.) über „Das Département Tarn im
Südwesten Frankreichs“ (29.7.) zu einer Reise auf der „Ruta de la
Camelia“ durch Spaniens grüne Ecke Galicien (5.8.). „Zwischen Lago
Maggiore und Luganer See“ begibt sich „Ambiente“ am 12. August auf
die Spuren von Hermann Hesse im Tessin und „Schmalspur, Treidelboot
und Pier“ sind die Themen einer Reise durch Nord- und Mittelwales
(19.8.). Den Abschluss macht ein Besuch in der Bretagne unter dem
Titel „Das weiße Gold von Guérande. Kommissar Dupins Concarneau und
die Mythen um Monts d'Arrée“ (26.8.).

Am 15. Juli startet im „Ex libris“-Termin der Zwölfteiler „Die
Abenteuer des braven Soldaten Schwejk“ von Jaroslav Hasek, gelesen
von Wolfram Berger: sonntags um 16.00 Uhr und montags um 21.00 Uhr.
Ab 16. Juli bringen die „Radiogeschichten“ (11.05 Uhr) jeweils
montags sechs „Literarische Reportagen“. In der ersten Ausgabe ist
„Die Seele des Flusses. Auf dem Po durch ein unbekanntes Italien“ von
Paolo Rumiz zu hören. Die weiteren Teile: „Im Ozeandampfer durch den
Urwald“ von Blaise Cendrars (23.7.), Bruce Chatwins „In Patagonien“
(30.7.), George Orwells „Unsere Zivilisation beruht auf Kohle“
(6.8.), „Der wirkliche Krieg und der Krieg der Worte“ - Ein Bericht
von Martha Gellhorn aus Vietnam 1966 (13.8.) und „Charlie Mansons
Ranch im Westen“ von Gay Talese (20.8.).

Eine Schnecke, die nicht kriecht, ein Frosch, der nicht aus dem
Wasser springt, Haare, die nicht auf dem Kopf wachsen, und ein Steg,
unter dem kein Bach fließt. Streaming, wo kein Strom fließt, die
Schallplatte, die HD-Qualität hat, die Blockchain, die nichts mit
Bitcoin zu tun hat. Dies und mehr sind die Themen die ab 30. Juli
einen Monat lang im „Musiklexikon“ erklärt werden – von Montag bis
Donnerstag jeweils um 16.55 Uhr. Ebenfalls am 30. Juli startet „Die
Ö1 Talentebörse“ (7.55 Uhr), die von Montag bis Freitag in 25 Folgen
wieder aufstrebende Künstler/innen präsentiert.

Ab 1. August ist jeweils mittwochs um 21.00 Uhr die „Die
Geschichte der Ersten Republik“ erzählt von Bundespräsident a. D.
Heinz Fischer zu hören (Wh.: montags, 16.05 Uhr). Eine frei
gesprochene, vierstündige Tour de Force, die auch als Ö1-CD-Edition
erscheinen wird. In der vierteiligen Sendereihe beleuchtet Fischer
zentrale Stationen in der Geschichte der I. Republik von 1918 bis
1938. Er erzählt vom Aufbruch in die junge Republik bis zum Untergang
Österreichs durch den sogenannten „Anschluss“ an das Großdeutsche
Reich unter der Führung von Adolf Hitler. „Die Jahre 1918 bis 1920“
thematisieren am 1. August das Ende der Monarchie, die provisorische
Nationalversammlung, die Gründung der Ersten Republik, die Einführung
des Achtstundentages, der Arbeitslosenversicherung & des
Frauenwahlrechts, die Gefahr des politischen Extremismus und die neue
Verfassung. Am 8. August geht es in „Die Jahre 1920 bis 1929“ um
Föderalismus oder Zentralismus, Schutzbund und Heimwehr,
Schattendorf, den Brand des Justizpalastes, epochale Leistungen in
Wissenschaft, Forschung und Kunst, Sozial- und Wohnbaupolitik,
Wirtschaftskrise und Börsenkrach und die Rufe nach dem „starken
Mann“. „Die Jahre 1929 bis 1934“ behandeln am 15. August die
Verfassungsreform, die letzten demokratischen Wahlen der Ersten
Republik 1930, Dollfuß wird Bundeskanzler, die Militarisierung der
Politik, das Ende der parlamentarischen Demokratie, die Gründung der
Vaterländischen Front, die Februarkämpfe 1934, den Bürgerkrieg und
die Etablierung des autoritären Ständestaates. Im letzten Teil am 22.
August sind „Die Jahre 1934 bis 1938“ Thema mit dem
nationalsozialistischen Putschversuch 1934, Schuschnigg folgt
Dollfuß, der Institutionenunterwanderung durch Nationalsozialisten,
den Plänen für eine Abwehrfront gegen Hitler, dem „Anschluss“ und dem
Beginn des Zweiten Weltkrieges. Nähere Informationen zum Programm von
Ö1 sind abrufbar unter http://oe1.orf.at.

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