Mit Ö1 durch den Sommer: „Beat Generation“, „Europäische Landschaften“, „Musiklexikon“, „Die Geschichte der Ersten Republik“

Wien (OTS) - Zusätzlich zu den musikalischen Highlights stehen ab Juli auch wieder spezielle Sommerserien auf dem Programm von Ö1. Das Spektrum reicht von Erich Kästners „Notabene 45“ über das Klassik-Wunschkonzert „Tolle Titel – starke Stücke“ bis zu „Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk“.

Vom Ende des Zweiten Weltkriegs handelt eine neunteilige Ö1-Serie diesen Sommer: „Notabene 45“, Erich Kästners literarisches Tagebuch im zusammenbrechenden „Dritten Reich“. Die letzten Monate desselben hat der ironisch-distanzierte Beobachter im Tiroler Zillertal erlebt. Seit 26. Juni sind jeweils dienstags um 16.45 Uhr Auszüge aus diesen Tagebuchaufzeichnungen Erich Kästners, begleitet von journalistisch kompakt aufbereiteten zeithistorischen Dokumenten und Berichten, von Originaltönen aus jenen Tagen und von Erich Kästner selbst, zu hören.

Ab 1. Juli sind sonntags um 13.10 Uhr zehn Ausgaben von „Tolle Titel – starke Stücke“ zu hören – ein Klassik-Wunschkonzert mit Klassik-Hits, eine Möglichkeit, Lieblingsstücke wieder zu hören und sie auch mit anderen zu teilen. Im Rahmen von „Tolle Titel – Starke Stücke“ können sich die Hörer/innen Musik wünschen, die ihnen viel bedeutet, auf die sie andere aufmerksam machen wollen, oder die für sie mit einem unvergesslichen Erlebnis verknüpft ist. Die Wünsche der Hörer/innen werden gesammelt, die damit verbundenen Geschichten verlesen. Die Lieblingsstücke können ab sofort an tolletitel@orf.at gemailt oder unter der Telefonnummer 0800/40 05 55 kostenlos aus ganz Österreich auf Band gesprochen werden.

Ebenfalls am 1. Juli starten die „Tonspuren“ (sonntags, 20.15 Uhr; Wh.: dienstags, 16.05 Uhr) die Sommerreihe „Beat Generation“. Sie wollten schneller als die anderen leben und sie wollten ausbrechen, ohne zu wissen, wohin: die Beatniks. Eine kleine Gruppe von Autoren, die für anti-reglementarische Werte, mystische Loslösung und materielle Einfachheit eintraten. Einen Sommer lang erinnern die Tonspuren an die Poesie und die Posen einer Generation, die das wilde, ungezügelte Leben feierte und sich jedem Anpassungsdruck widersetzen wollte. Ein Portrait des Verlegers Lawrence Ferlinghetti, dessen „City Lights“-Buchhandlung zu einem Zentrum der Beat-Bewegung wurde, macht den Anfang des „Tonspuren“- Sommerschwerpunktes (1./3.7.). Es folgt ein akustisches Roadmovie mit Jack Kerouacs „On the Road“, der Bibel der Beat Generation, von Chicago nach San Francisco (8./10.7.). Nach Allen Ginsberg, „der Mann, der den Atem beobachtete“ (15./17.7.), ist ein Portrait der „Göttin der Beat Generation“, Ruth Weiss, zu hören (22./24.7.), danach „Kann Lyrik die Welt retten?“, ein Feature über den Poeten und Umweltaktivisten Gary Snyder (29./31.7.). Im August stehen zunächst die multimedialen Arbeiten des Skandal-Autors William Burroughs auf dem Programm (7.8.). Es folgt eine Reise nach Tanger zu Paul Bowles, zu dem alle wichtigen Dichter der „geschlagenen Generation“ pilgerten, gefolgt von einem Beat-Autor, der als Bohemien eine Brücke zur Arbeiterbewegung schlagen wollte: Kenneth Rexroth (19./21.8.). Den Abschluss bildet das Feature „On the Bus“, ein Portrait über einen Autor, der den Übergang zur nachfolgenden psychedelischen Bewegung repräsentiert und auch inhaltlich einen Abschluss der Beat Generation verkörpert: Ken Kesey, der Autor von „Einer flog über das Kuckucksnest“ (26./28.8.).

Das Reisemagazin „Ambiente“ besucht ab 15. Juli (sonntags, 10.05 Uhr) in sieben Ausgaben „Europäische Landschaften“. Zum Auftakt geht es unter dem Titel „Wilde Küsten, weite Strände, unverfälschte Natur und Singing Pubs“ in den Nordwesten Irlands. Weiter geht es mit „Im Bauch Italiens“, einem kulinarisch-kulturellen Streifzug durch die Emilia-Romagna, die reichste, produktivste und landwirtschaftlich fruchtbarste Region des Landes, (22.7.) über „Das Département Tarn im Südwesten Frankreichs“ (29.7.) zu einer Reise auf der „Ruta de la Camelia“ durch Spaniens grüne Ecke Galicien (5.8.). „Zwischen Lago Maggiore und Luganer See“ begibt sich „Ambiente“ am 12. August auf die Spuren von Hermann Hesse im Tessin und „Schmalspur, Treidelboot und Pier“ sind die Themen einer Reise durch Nord- und Mittelwales (19.8.). Den Abschluss macht ein Besuch in der Bretagne unter dem Titel „Das weiße Gold von Guérande. Kommissar Dupins Concarneau und die Mythen um Monts d'Arrée“ (26.8.).

Am 15. Juli startet im „Ex libris“-Termin der Zwölfteiler „Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk“ von Jaroslav Hasek, gelesen von Wolfram Berger: sonntags um 16.00 Uhr und montags um 21.00 Uhr. Ab 16. Juli bringen die „Radiogeschichten“ (11.05 Uhr) jeweils montags sechs „Literarische Reportagen“. In der ersten Ausgabe ist „Die Seele des Flusses. Auf dem Po durch ein unbekanntes Italien“ von Paolo Rumiz zu hören. Die weiteren Teile: „Im Ozeandampfer durch den Urwald“ von Blaise Cendrars (23.7.), Bruce Chatwins „In Patagonien“ (30.7.), George Orwells „Unsere Zivilisation beruht auf Kohle“ (6.8.), „Der wirkliche Krieg und der Krieg der Worte“ - Ein Bericht von Martha Gellhorn aus Vietnam 1966 (13.8.) und „Charlie Mansons Ranch im Westen“ von Gay Talese (20.8.).

Eine Schnecke, die nicht kriecht, ein Frosch, der nicht aus dem Wasser springt, Haare, die nicht auf dem Kopf wachsen, und ein Steg, unter dem kein Bach fließt. Streaming, wo kein Strom fließt, die Schallplatte, die HD-Qualität hat, die Blockchain, die nichts mit Bitcoin zu tun hat. Dies und mehr sind die Themen die ab 30. Juli einen Monat lang im „Musiklexikon“ erklärt werden – von Montag bis Donnerstag jeweils um 16.55 Uhr. Ebenfalls am 30. Juli startet „Die Ö1 Talentebörse“ (7.55 Uhr), die von Montag bis Freitag in 25 Folgen wieder aufstrebende Künstler/innen präsentiert.

Ab 1. August ist jeweils mittwochs um 21.00 Uhr die „Die Geschichte der Ersten Republik“ erzählt von Bundespräsident a. D. Heinz Fischer zu hören (Wh.: montags, 16.05 Uhr). Eine frei gesprochene, vierstündige Tour de Force, die auch als Ö1-CD-Edition erscheinen wird. In der vierteiligen Sendereihe beleuchtet Fischer zentrale Stationen in der Geschichte der I. Republik von 1918 bis 1938. Er erzählt vom Aufbruch in die junge Republik bis zum Untergang Österreichs durch den sogenannten „Anschluss“ an das Großdeutsche Reich unter der Führung von Adolf Hitler. „Die Jahre 1918 bis 1920“ thematisieren am 1. August das Ende der Monarchie, die provisorische Nationalversammlung, die Gründung der Ersten Republik, die Einführung des Achtstundentages, der Arbeitslosenversicherung & des Frauenwahlrechts, die Gefahr des politischen Extremismus und die neue Verfassung. Am 8. August geht es in „Die Jahre 1920 bis 1929“ um Föderalismus oder Zentralismus, Schutzbund und Heimwehr, Schattendorf, den Brand des Justizpalastes, epochale Leistungen in Wissenschaft, Forschung und Kunst, Sozial- und Wohnbaupolitik, Wirtschaftskrise und Börsenkrach und die Rufe nach dem „starken Mann“. „Die Jahre 1929 bis 1934“ behandeln am 15. August die Verfassungsreform, die letzten demokratischen Wahlen der Ersten Republik 1930, Dollfuß wird Bundeskanzler, die Militarisierung der Politik, das Ende der parlamentarischen Demokratie, die Gründung der Vaterländischen Front, die Februarkämpfe 1934, den Bürgerkrieg und die Etablierung des autoritären Ständestaates. Im letzten Teil am 22. August sind „Die Jahre 1934 bis 1938“ Thema mit dem nationalsozialistischen Putschversuch 1934, Schuschnigg folgt Dollfuß, der Institutionenunterwanderung durch Nationalsozialisten, den Plänen für eine Abwehrfront gegen Hitler, dem „Anschluss“ und dem Beginn des Zweiten Weltkrieges. Nähere Informationen zum Programm von Ö1 sind abrufbar unter http://oe1.orf.at.

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