12-Stunden-Tag: Betriebsversammlungen bei Siemens in Wien

Rund 1.200 Beschäftigte beschlossen Resolution

Wien (OTS) - Am 26. Juni fanden an zwei Wiener Siemens-Standorten im 21. und 11. Bezirk erste Betriebsversammlungen statt. Rund 1.200 TeilnehmerInnen beschlossen ohne Gegenstimmen eine Resolution. Darin sprechen sich die Beschäftigten „ausdrücklich gegen den vorliegenden Entwurf zum 12-Stunden-Tag bzw. der 60-Stunden-Woche aus und fordern alle Parlamentsparteien auf, diesen nicht zu beschließen." Sollte das Parlament den vorliegenden Entwurf beschließen, werde die Zeit bis zum Inkrafttreten des Gesetzes und auch danach für weitere gewerkschaftliche Maßnahmen genutzt werden, heißt es in der Resolution weiter.

Die Gewerkschaften werden nicht zulassen, dass die erkämpfte Mitbestimmung der ArbeitnehmerInnen in den Betrieben geschwächt wird. „Erst ist es die Mitsprache der Betriebsräte bei der Arbeitszeit, in weiterer Folge werden die Jugendvertrauensräte abgeschafft. Letztendlich werden die Arbeiterkammern geschwächt und dann geht es an das Herzstück – die Kollektivverträge“, sagt Rainer Wimmer, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft PRO-GE. Man werde daher weiter informieren, Betriebsversammlungen einberufen und klarmachen, worum es der Regierung geht: Um die Zerstörung der Arbeitnehmervertretung!

Bis zur geplanten Beschlussfassung im Parlament werden alleine im Verantwortungsbereich der PRO-GE mehrere hundert Betriebsversammlungen stattfinden.

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