- 24.06.2018, 13:30:16
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LH Mikl-Leitner zum „Waldschutzprogramm“ des Landes Niederösterreich
Unterstützung für Forstwirte und Waldbesitzer zur Bekämpfung der Borkenkäfer-Problematik
Utl.: Unterstützung für Forstwirte und Waldbesitzer zur Bekämpfung
der Borkenkäfer-Problematik =
St. Pölten (OTS/NLK) - Forstwirte und Waldbesitzer sehen sich mit
einem wachsenden Problem konfrontiert – besonders im Waldviertel.
Schon im Vorjahr haben Borkenkäfer 1,5 Millionen Festmeter Schadholz
verursacht. Ein Verlust von rund 35 Millionen Euro. Heuer wird ein
noch höherer Schaden befürchtet, die Rede ist von 1,8 bis 2,2
Millionen Festmeter.
Das Land Niederösterreich unterstützt die Forstwirte und Waldbesitzer
mit einem Waldschutzprogramm, das vor kurzem von Landeshauptfrau
Johanna Mikl-Leitner und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf
präsentiert wurde. „Dieses Waldschutzprogramm unterstreicht, dass wir
die Sorgen unserer Land- und Forstwirte ernst nehmen, dass ihre
Sorgen auch unsere Sorgen sind. Wir wissen, wir können uns auf unsere
Land- und Forstwirte verlassen, und sie sollen wissen, sie können
sich auf uns, auf das Land Niederösterreich verlassen“, sagte die
Landeshauptfrau dazu am Sonntag in der Radiosendung „Niederösterreich
im Gespräch“.
Felix Montecuccoli, der Präsident der Land- und Forstbetriebe
Österreich, erläuterte im Rahmen der Sendung: „Der Borkenkäfer ist
ein Schadinsekt, das speziell auf die Fichte spezialisiert ist. Die
Muttertiere suchen sich Bäume, die eine gewisse Schwäche haben,
vielleicht eine kleine Krone oder etwas schlechter wasserversorgt
sind, oder einen alten Schaden haben oder einen Pilzbefall in der
Wurzel haben. Unsere Aufgabe als Waldbesitzer und Forstleute ist es,
befallene Bäume zu suchen, bevor die Jungtiere ausgeflogen sind. Wir
finden Hinweise über Befallsorte anhand von Verfärbungen der Krone,
Schäden an der Rinde von stehenden Bäumen, und dort müssen wir ganz
intensiv den frischen Befall suchen. Nur die Entfernung des frischen
Befalls kann den Borkenkäfer tatsächlich stoppen.“
Angesichts der Borkenkäfer-Problematik hat das Land Niederösterreich
schon vor einigen Wochen ein erstes Maßnahmenpaket geschnürt.
Landeshauptfrau Mikl-Leitner zu den wichtigsten Punkten dieses
Maßnahmenpaketes: „Erstens haben wir Koordinierungsstellen
eingesetzt, damit die betroffenen Waldbesitzer vor Ort direkt
Ansprechpartner haben. Zum Zweiten stellen wir Arbeitsmittel zur
Verfügung, damit sich die Borkenkäfer nicht weiter ausbreiten können.
Drittens haben wir die Kapazitäten bei den Holztransporten erhöht.
Und zum Vierten gibt es finanzielle Unterstützung für die
Wieder-Aufforstung von Mischwald.“
Aufgrund der aktuellen Situation sei das Hilfspaket nun um ein
Waldschutzprogramm mit bis zu einer Million Euro ausgeweitet worden,
so die Landeshauptfrau: „Mit dieser Unterstützung wollen wir die
Forstwirte beim Ankauf von zusätzlichen Netzen bzw.
Behandlungsmethoden unterstützen. Darüber hinaus haben wir das Netz
an Koordinierungsstellen enger geknüpft, damit wir noch mehr
Ansprechstellen direkt vor Ort haben. Und es gibt auch finanzielle
Unterstützung für die mobile Einsatztruppe, damit unsere Forstwirte
so rasch als möglich unterstützt werden können.“
Landwirtschaftskammer-Präsident Hermann Schultes über die Abwicklung
des Waldschutzprogrammes: „Dieses Waldschutzprogramm, das vom Land so
gut unterstützt wird, wird über die Bezirksbauernkammern abgewickelt.
Dort haben wir unsere Forstsekretäre und diese koordinieren die
Arbeitsgruppen, koordinieren die Arbeiten. So können wir alle
Informationen zur Verfügung stellen, und auch Menschen organisieren,
die helfen können.“
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