LH Mikl-Leitner zum „Waldschutzprogramm“ des Landes Niederösterreich

Unterstützung für Forstwirte und Waldbesitzer zur Bekämpfung der Borkenkäfer-Problematik

St. Pölten (OTS/NLK) - Forstwirte und Waldbesitzer sehen sich mit einem wachsenden Problem konfrontiert – besonders im Waldviertel. Schon im Vorjahr haben Borkenkäfer 1,5 Millionen Festmeter Schadholz verursacht. Ein Verlust von rund 35 Millionen Euro. Heuer wird ein noch höherer Schaden befürchtet, die Rede ist von 1,8 bis 2,2 Millionen Festmeter.

Das Land Niederösterreich unterstützt die Forstwirte und Waldbesitzer mit einem Waldschutzprogramm, das vor kurzem von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf präsentiert wurde. „Dieses Waldschutzprogramm unterstreicht, dass wir die Sorgen unserer Land- und Forstwirte ernst nehmen, dass ihre Sorgen auch unsere Sorgen sind. Wir wissen, wir können uns auf unsere Land- und Forstwirte verlassen, und sie sollen wissen, sie können sich auf uns, auf das Land Niederösterreich verlassen“, sagte die Landeshauptfrau dazu am Sonntag in der Radiosendung „Niederösterreich im Gespräch“.

Felix Montecuccoli, der Präsident der Land- und Forstbetriebe Österreich, erläuterte im Rahmen der Sendung: „Der Borkenkäfer ist ein Schadinsekt, das speziell auf die Fichte spezialisiert ist. Die Muttertiere suchen sich Bäume, die eine gewisse Schwäche haben, vielleicht eine kleine Krone oder etwas schlechter wasserversorgt sind, oder einen alten Schaden haben oder einen Pilzbefall in der Wurzel haben. Unsere Aufgabe als Waldbesitzer und Forstleute ist es, befallene Bäume zu suchen, bevor die Jungtiere ausgeflogen sind. Wir finden Hinweise über Befallsorte anhand von Verfärbungen der Krone, Schäden an der Rinde von stehenden Bäumen, und dort müssen wir ganz intensiv den frischen Befall suchen. Nur die Entfernung des frischen Befalls kann den Borkenkäfer tatsächlich stoppen.“

Angesichts der Borkenkäfer-Problematik hat das Land Niederösterreich schon vor einigen Wochen ein erstes Maßnahmenpaket geschnürt. Landeshauptfrau Mikl-Leitner zu den wichtigsten Punkten dieses Maßnahmenpaketes: „Erstens haben wir Koordinierungsstellen eingesetzt, damit die betroffenen Waldbesitzer vor Ort direkt Ansprechpartner haben. Zum Zweiten stellen wir Arbeitsmittel zur Verfügung, damit sich die Borkenkäfer nicht weiter ausbreiten können. Drittens haben wir die Kapazitäten bei den Holztransporten erhöht. Und zum Vierten gibt es finanzielle Unterstützung für die Wieder-Aufforstung von Mischwald.“

Aufgrund der aktuellen Situation sei das Hilfspaket nun um ein Waldschutzprogramm mit bis zu einer Million Euro ausgeweitet worden, so die Landeshauptfrau: „Mit dieser Unterstützung wollen wir die Forstwirte beim Ankauf von zusätzlichen Netzen bzw. Behandlungsmethoden unterstützen. Darüber hinaus haben wir das Netz an Koordinierungsstellen enger geknüpft, damit wir noch mehr Ansprechstellen direkt vor Ort haben. Und es gibt auch finanzielle Unterstützung für die mobile Einsatztruppe, damit unsere Forstwirte so rasch als möglich unterstützt werden können.“

Landwirtschaftskammer-Präsident Hermann Schultes über die Abwicklung des Waldschutzprogrammes: „Dieses Waldschutzprogramm, das vom Land so gut unterstützt wird, wird über die Bezirksbauernkammern abgewickelt. Dort haben wir unsere Forstsekretäre und diese koordinieren die Arbeitsgruppen, koordinieren die Arbeiten. So können wir alle Informationen zur Verfügung stellen, und auch Menschen organisieren, die helfen können.“

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