• 22.06.2018, 09:47:19
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  • OTS0031

LR ANSCHOBER/neuer Abschiebefall: es ist eine Schande, wie diese Bundesregierung mit bestens integrierten jungen Menschen umgeht!

Es braucht dringend politische Lösung gegen Abschiebung von bestens integrierten in Ausbildung befindlichen Asylwerber/innen

Utl.: Es braucht dringend politische Lösung gegen Abschiebung von
bestens integrierten in Ausbildung befindlichen
Asylwerber/innen =

Linz (OTS) - "Es ist eine Schande, dass die Bundesregierung nicht
endlich aktiv wird und eine politische Lösung gegen die Abschiebung
von bestens integrierten und in Ausbildung befindlichen jungen
Menschen umsetzt. Das wäre - wie etwa Deutschland zeigt - bei
vorhandenem politischen Willen jederzeit möglich - wird aber entweder
aus ideologischen Gründen und aus Desinteresse bislang nicht
verwirklicht. Die aktuelle Abschiebung der 20-jährigen Maryam zeigt,
wie unmenschlich und kurzsichtig das aktuelle Vorgehen ist", übt
Oberösterreich Integrationslandesrat Rudi Anschober neuerlich
vehemente Kritik angesichts der Untätigkeit bei der Lösung eines
Problems, das Anschober seit Monaten aufzeigt.

Maryam war - in Ried im Traunkreis lebend - in Ausbildung zur
Fachsozialbetreuerin Altenarbeit. Sie war eine Vorzugsschülerin, hat
hervorragend Deutsch gelernt, den Pflichtschulabschluss nachgeholt
und damit ein Musterbeispiel an Integration. Am Mittwoch wurde sie -
Mitten in der Ausbildung - von der Polizei aus der Schule abgeholt.
Anschober: "Wir suchen mit aller Kraft Pflegekräfte. Dann haben wir
eine bestens Qualifizierte und Engagierte, die sich zum Vorbild für
viele entwickelt hat und dann wird sie aus dem Land geworfen. In den
nächsten Wochen und Monaten droht sich diese dramatische Situation
vielfach zu wiederholen. Denn viele in Ausbildung befindliche -
alleine in Oberösterreich mehr als hundert Lehrlinge - haben einen
Negativbescheid in erster Instanz. Ihre Chefs erzählen mir, dass
viele von ihnen Panik haben vor dem Tag X, an dem der Bescheid in
zweiter Instanz und später die Polizei kommen. Bevor die Situation
immer dramatischer wird, muss die Bundesregierung endlich handeln und
eine politische Lösung verwirklichen."

Dies fordern in einer Online-Petition bereits 51.175
Unterstützer/innen - sie kann auch weiterhin unter
www.ausbildung-statt-abschiebung.at unterzeichnet werden.
Dies fordern mittlerweile 400 Unternehmen - Unterstützungsmöglichkeit
ebenfalls unter oben angeführter Website.
Und dies fordern mittlerweile auch 50 Gemeinden per
Gemeinderatsbeschluss, die 450.000 Einwohner/innen vertreten.

Landesrat Anschober: „So hat auch das Oö. Wirtschaftsparlament
vorgestern das Ziel dieser Initiative maßgeblich unterstützt und eine
fremdenrechtliche Lösung für diese jungen arbeitswilligen Menschen
gefordert. Denn die Wirtschaft braucht diese Arbeitskräfte der
Zukunft dringend und fordert eine Daueraufenthaltsmöglichkeit im
Fremdenrecht. Ich kann dieses Ansinnen nach einem Spurwechsel vom
Asylrecht ins Fremdenrecht nur begrüßen und sehe darin eine
wesentliche Lösungsmöglichkeit.“

Anschober: "Außer FPÖ-Landesrat Waldhäusl aus Niederösterreich haben
die Forderung nach „Ausbildung statt Abschiebung“ auch alle anderen
Bundesländer bei der gestrigen Konferenz der
Landesintegrationsreferent/innen unterstützt - einige wie Wien und
Vorarlberg haben auch Landtagsbeschlüsse in Vorbereitung. Die
Unterstützung wird mit jedem Tag breiter und stärker. Jetzt muss die
Regierung endlich handeln! Wie viele Katastrophen wie um Maryam
sollen noch geschehen?"

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