• 21.06.2018, 15:08:28
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Karin Kneissl, Gernot Blümel und Nathalie Loiseau bei der Eröffnung der Konferenz „Zukunft der Europäischen Union“

Konferenz und EU-Bürgerkonsultation anlässlich 40 Jahre Österreichisch-Französisches Zentrums in Wien

Utl.: Konferenz und EU-Bürgerkonsultation anlässlich 40 Jahre
Österreichisch-Französisches Zentrums in Wien =

Wien (OTS) - Außenministerin Karin Kneissl sprach bei der Eröffnung
der Konferenz „Zukunft der Europäischen Union“ über das gemeinsame
Ziel Frankreichs und Österreichs einer starken Europäischen Union.
„Wir brauchen weniger Krämergeist und mehr geopolitisches Denken“,
forderte Karin Kneissl. Gerade in den Bereichen Außen- und
Sicherheitspolitik, bei der Heranführung Südosteuropas an die EU, bei
der digitalen Wettbewerbsfähigkeit, bei Antworten auf den Aufstieg
Asiens, brauche es sei eine gute Zusammenarbeit zwischen den
EU-Staaten. „In Europa gibt es heute nur zwei Kategorien von Staaten
– die kleinen und die, die noch nicht wissen, dass sie klein sind“,
so die Außenministerin. Die Antwort darauf sei natürlich eine starke
und handlungsfähige Europäische Union.

EU-Minister Blümel schilderte in seiner Eröffnung die Schwerpunkte
der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft: „Wichtig ist, den
Menschen wieder ein „Europa, das schützt“ zu vermitteln, das den
Menschen Sicherheit, Zukunftschancen und Wohlstand bietet.“ Darum
setzt die österreichische Bundesregierung ihre Schwerpunkte auf den
Kampf gegen illegale Migration und Sicherheit, Wohlstand und
Wettbewerbsfähigkeit und Stabilität in der Nachbarschaft. „Für die
Zukunft der Europäischen Union kann und soll es legitimerweise
verschiedene Ansätze geben. Wichtig ist nur, dass wir gemeinsam an
der Zukunft arbeiten wollen“, so der EU-Minister weiter.

Frankreichs Ministerin für Europäische Angelegenheiten Nathalie
Loiseau erklärte: „Nur auf europäischer Ebene werden wir die
Globalisierung regulieren können, und dafür müssen wir die EU neu
gestalten, im Sinne von größerer Stärke, Souveränität, Gemeinsamkeit
und Demokratie. Die grundsätzlichen Werte, wie individuelle Freiheit,
Unternehmergeist und soziale Gerechtigkeit, sind das Herzstück der
europäischen Gesellschaft.“

Politische EntscheidungsträgerInnen und ExpertInnen aus Frankreich
und Österreich, der EU-Kommission und internationaler Think Tanks
nahmen an der Konferenz in der Oesterreichischen Nationalbank teil
und stellten sich den Fragen der europäischen BürgerInnen. Die
Veranstaltung war Teil der europaweit durchgeführten
Bürgerkonsultationen. In Österreich nehmen Mitglieder der
Bundesregierung österreichweit an Veranstaltungen teil, bei denen sie
mit interessierten Menschen über die Zukunft der Europäischen Union
diskutieren. Bei der heutigen Konferenz, an der rund 350 Person
teilnahmen, standen die Fragen des Publikums im Mittelpunkt der
Debatte.

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